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Kompensation für WWDC-Teilnehmer

09.04.2003 | 12:12 Uhr |

Apple bemüht sich um Schadensbegrenzung durch die Terminverschiebung der WWDC

München/Macwelt - Apple bemüht sich um Schadensbegrenzung wegen des verschobenen WWDC-Termins. Offenbar telefonieren Mitarbeitern in USA, Europa und Asien alle Teilnehmer ab, die sich bereits online registriert hatten, wie die Macwelt aus verlässlichen Quellen erfahren hat. Für Teilnehmer in Deutschland habe man bereits mit Fluggesellschaften ausgehandelt, keine Stornogebühren für bereits gebuchte Flüge zu verlangen, andere Teilnehmer hätten wegen Unannehmlichkeiten auch Kompensationszahlungen erhalten. In welcher Höhe sich diese bewegen, war nicht zu erfahren.

Panther als Ursache

Am 21. März hatte Apple unerwartet verkündet, die WWDC um fünf Wochen nach hinten zu verlegen und den Veranstaltungsort zu wechseln. Die WWDC findet jetzt in San Francisco statt in San Jose vom 23. bis 27. Juni 2003 statt. Der Grund sei, dass das neue Betriebssystem-Update Mac-OS X 10.3, das den Codenamen "Panther" trägt, dort gezeigt werden solle und jeder Teilnehmer eine Entwicklerversion mit nach Hause nehmen solle. Das würde allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Man kann natürlich auch darüber spekulieren, ob Apple nicht vermeiden wollte, dass die derzeitige allgemeine außenpolitische Lage der USA das Ereignis in Kalifornien überschattet. Kriegsmeldungen genießen selbstverständlich eine höhere Präsenz in den Medien als Produktneuankündigungen eines Computerherstellers.

Überraschung für Deutschland

Die Apple-Niederlassungen außerhalb Amerikas waren über die kurzfristige Verlegung der WWDC und Terminverschiebung, laut unseren Informationen, scheinbar überrascht gewesen. Apple Deutschland wollte das und auch die Telefonate nicht kommentieren, da es sich um das Binnenverhältnis zwischen Apple und den WWDC-Teilnehmern handle. Dennoch lässt es sich als positiv werten, dass sich das Unternehmen bemüht, zumindest die Kosten für die plötzliche Terminverlegung zu senken. Der Verwaltungsaufwand und Ärger bleibt freilich bestehen.

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