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Parallels Desktop 4 ab sofort im Handel

11.11.2008 | 12:42 Uhr |

Einerseits mehr Leistung, andererseits weniger Stromverbrauch - mit Version 4 will Parallels die Nutzung von Windows oder Linux am Mac deutlich verbessern.

Verpackung Parallels Desktop 4
Vergrößern Verpackung Parallels Desktop 4
© Parallels

Ab heute (11. November 2008) ist die Software Parallels Desktop 4 erhältlich. Sie erlaubt andere Betriebssysteme wie Windows oder Linux unter Mac-OS X zu installieren und dann Betriebssystem und entsprechende Software parallel zu Mac-Programmen zu nutzen, beispielsweise Quicken für Windows plus Excel 2008 für Mac-OS X.

Parallels will drei Ziele erreicht haben: Die Arbeitsgeschwindigkeit soll höher sein, die Bedienung einfacher und als Krönung soll die Software weniger Last erzeugen beziehungsweise die Stromsparfunktionnen von Mac-OS X und Windows besser unterstützen.

Letzteres ist schnell erklärt: Parallels Desktop 4 spiegelt dem zusätzlich installierten Betriebssystem einen PC mit ACPI-Support vor, jene Technik, mit der Windows-Betriebssysteme den Stromverbrauch eines kompletten PCs oder einzelner Teile wie der Grafikkarte reduzieren können. Besonders wenn Parallels nur im Hintergrund aktiv ist, während man im Vordergrund mit Mac-Software arbeitet, soll sich die Belastung des Macs um bis zu 25 Prozent reduzieren, sagte Stefan Prestele, Director Marketing und Kommunikation bei Parallels in München. Außerdem kann der virtuelle PC damit in den Schlafmodus versetzt werden, was den Neustart später deutlich beschleunigt.

Ist dagegen mehr Leistung gefragt, kann die Version 4 der von Parallels Desktop bis zu 256 MB Grafikspeicher nutzen und einem Programm in der virtuellen Maschine bis zu 8 Prozessoren und bis zu 8 GB Arbeitsspeicher zuweisen. Beim Arbeitsspeicher erlaubt Parallels Desktop auch die "Überbuchung", sprich: man kann einem Windows-Programm mehr Arbeitsspeicher zuweisen als im Mac vorhanden ist. Allerdings muss das Mac-Betriebssystem dann Teile dieses virtuellen Arbeitsspeichers auf die Festplatte auslagern, was die Arbeitsgeschwindigkeit deutlich reduziert. Technisches Detail am Rande: Mit Version 4 bietet Parallels unter Windows die Unterstützung für die Techniken Direct-X 9, Pixel-Shader 2 und Open GL 2, was zu einem Leistungszuwachs bei Spielen, bei manchen 3D-Programmen und teilweise bei Adobe Creative Suite 4 führen dürfte.

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