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Gegensätzliche Umfragen zu Internet-Sperre von Kinderpornos

22.05.2009 | 07:37 Uhr |

Die Haltung der Bundesbürger zur geplanten Sperrung von Kinderporno-Seiten im Internet ist nicht eindeutig auszumachen.

Zwei Umfragen von Infratest dimap innerhalb weniger Tage brachten widersprüchliche Ergebnisse - je nach Auftraggeber und Fragestellung. Im Auftrag des Vereins Mogis (Missbrauchsopfer gegen Internetsperren) stellte das Institut fest, dass nur 5 Prozent von 1000 Befragten für eine Sperre sind. Am vergangenen Sonntag hatte die Deutsche Kinderhilfe unter Berufung auf eine von ihr bei Infratest dimap in Auftrag gegebene Umfrage mitgeteilt, dass 92 Prozent der Bürger die Pläne der Bundesregierung befürworten. Die Deutsche Kinderhilfe will die Sperren ebenfalls.

Laut «Zeit Online» stellte das Institut für die Kinderhilfe folgende Frage: «Die Bundesregierung plant ein Gesetz zur Sperrung von kinderpornografischen Seiten im Internet. Kritiker befürchten eine Zensur und bezweifeln die Wirksamkeit solcher Sperren. Befürworter betonen dagegen, dass solche Sperren eine sinnvolle und wirksame Maßnahme gegen die Verbreitung solcher Bilder sind. Wie sehen Sie das: Sind Sie für ein Gesetz zur Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet oder dagegen?»

Die Frage im Auftrag des Vereins Mogis lautete dagegen: «Der Zugang zu Internetseiten mit Kinderpornografie sollte durch eine Sperre erschwert werden, das reicht aus, auch wenn die Seiten selbst dann noch vorhanden und für jedermann erreichbar sind.» 92 Prozent der im Auftrag von Mogis Befragten stimmten folgender Position zu: «Internetseiten mit Kinderpornografie sollten konsequent gelöscht und die Betreiber strafrechtlich verfolgt werden.» (dpa)

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