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Konzernumbau belastet PC-Hersteller Dell

29.02.2008 | 09:50 Uhr

Beim weltweit zweitgrößten PC-Hersteller Dell drückt der teure Konzernumbau auf den Gewinn.

Das US-Unternehmen befürchtet wegen der Konjunkturschwäche zudem mehr Zurückhaltung bei den Kunden. Dell profitiert allerdings weiter vom Boom bei tragbaren Computern. Besser als auf dem Heimatmarkt laufen die Geschäfte in Europa und ganz besonders in Asien.

Im Schlussquartal des vergangenen Geschäftsjahres sank der Überschuss um sechs Prozent auf 679 Millionen Dollar (umgerechnet 446 Millionen Euro). Der Umsatz dagegen stieg um zehn Prozent auf rund 16 Milliarden Dollar, teilte der US-Konzern am Donnerstagabend nach Börsenschluss am Sitz in Round Rock (Texas) mit. Im Gesamtjahr 2007/2008 (1.2.) stieg der Gewinn um 14 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar. Der Umsatz erhöhte sich um sechs Prozent auf 61,1 Milliarden Dollar

Die Aktie reagierte mit klaren Abschlägen. Im nachbörslichen Handel verloren Dell-Titel rund vier Prozent auf rund 20 Dollar. Der Quartalsgewinn fiel schlechter aus als von Analysten erwartet.

Die Kosten vor allem für den Stellenabbau würden das Ergebnis vorerst weiter belasten, kündigte Konzernchef Michael Dell an. In den vergangenen acht Monaten strich Dell rund 3200 Jobs. Im vergangenen Jahr gab der Konzern den fast ausschließlichen Direktvertrieb auf und verkauft nun auch zunehmend über den Einzelhandel.

Der langjährige Branchenführer Dell hatte die Spitzenposition 2006 an den US-Konkurrenten Hewlett-Packard verloren. Der Rivale baute seine Führung laut Marktforschern zuletzt aus. Dell kam 2007 auf einen Anteil am weltweiten PC-Markt von rund 15 Prozent. (dpa/tc)

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