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Kopierschutz für CDs inkompatibel mit iPod

21.07.2004 | 15:03 Uhr |

Die Kopierschutzsysteme für Audio-CDs von Macrovison und Suncomm sorgen für Unmut unter iPod-Besitzern.

Die derart kopiergeschützten CDs, die zusätzlich zum geschützten Audiomaterial einen Datentrack mit den auf der CD enthaltenen Liedern in Dateiform zum Abspielen auf dem Computer enthalten, setzen fast ausschließlich auf Windows Media. Das Microsoft-Format ist mit dem iPod inkompatibel, und selbst die Mac-Version des Windows Mediaplayers weigert sich, die DRM-geschützten Dateien abzuspielen, denn die DRM-Komponente fehlt beim Mac. Dies führt dazu, dass die wegen ihrer Nicht-Konformität mit dem CD-Standard auch "Un-CDs" genannten Audio-CDs für Mac-User völlig nutzlos sind und für Windows-User mit iPod mühsame Konvertierungsanstrengungen benötigen, um die Musik auf dem iPod spielbar zu machen.
Suncomm und Macrovision, die Entwickler der verwendeten Kopierschütze arbeiten laut Cnet nun an einer Lösung, die auch mit dem iPod nutzbar ist.

Die nächste Generation des Kopierschutzes, ist für Ende 2004 oder Anfang 2005 geplant und soll iPod-kompatibel sein. Laut Cnet wollen die Hersteller das Problem allgemein angehen, da eine Umstellung von WMA auf AAC nur bedeuten würde, dass Kunden mit WMA- oder Sony-Player (Sony setzt auf das eigene ATRAC3-Format) die CDs nicht nutzen könnten. Songs in allen drei Formaten auf der CD mitauszuliefern würde zuviel Platz verbrauchen. Ein Konverter, der die Audiodaten von der CD in das jeweilige Format umwandelt und der entweder auf der CD enthalten oder in iTunes & Co integriert ist soll das Problem letztendlich lösen. Hierzu würde es allerdings die Kooperation Apples benötigen, was die beiden Firmen durch Druck der Plattenlabels erreichen wollen.

Deutliche 80 Prozent der Beschwerden über die neuen Kopierschutz-CDs in den USA haben die Inkompatibilität mit dem iPod zum Thema.

Info Cnet über iPod vs WMA

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