921433

Korea fordert Ende des Importstop für LCDs in Japan

22.04.2004 | 13:07 Uhr |

Südkorea hat Japan zur Rücknahme eines Importstopps für Flachbildschirme des koreanischen Elektronikunternehmens Samsung SDI aufgerufen.

Bei einem Treffen mit dem japanischen Botschafter in Seoul habe Handelsminister Lee Hee Beom am Donnerstag zugleich sein "tiefes Bedauern" über den Schritt geäußert, sagte eine Sprecherin des Ministeriums für Handel, Industrie und Energie. Auch schloss das Ministerium nicht aus, den Fall vor die Welthandelsorganisation (WTO) zu bringen. Der Importstopp war am Vortag als Folge einer Klage durch Samsungs japanischem Wettbewerber Fujitsu wegen angeblicher Patentrechtsverletzungen wirksam geworden. Japan solle seinen Schritt gegen Samsung SDI überdenken, sagte Lee. "Der Patentstreit sollte zwischen den Unternehmen und ohne die Einbeziehung der Regierung beigelegt werden." Das Handelsministerium in Seoul warf Tokio vor, den Einfuhrstopp für Plasmabildschirme von Samsung einseitig ohne vorherige Konsultierung verhängt zu haben.

Samsung SDI und Fujitsu kämpfen um die Vormachtstellung in dem schnell wachsenden Markt für Plasmabildschirme. Der japanische Elektronikkonzern hatte Schadensersatzklagen in Japan und in den USA eingereicht. Fujitsu wirft dem koreanischen Unternehmen vor, geschützte Technologie für die Farbwiedergabe bei Plasmabildschirmen genutzt zu haben. Nach Angaben Samsungs werden die betroffenen Technologien jedoch schon seit 30 Jahren von amerikanischen Unternehmen frei verwendet.

Kategorie

Info

Monitore

Preisvergleich

0 Kommentare zu diesem Artikel
921433