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Koreanische Kartellbehörde weist Microsoft-Einspruch zurück

24.05.2006 | 12:38 Uhr |

Nach dem Vorbild der EU-Wettbewerbskommission hatte im Februar das koreanische Pendant Korea Fair Trade Commission (KFTC) Microsoft zu einer Geldstrafe von 35,2 Millionen US-Dollar verurteilt und dazu gezwungen, eine Windows-Version ohne integrierten Media-Player und Messenger zu verkaufen.

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Microsofts Einspruch gegen die Anordnung hat die KFTC nun zurückgewiesen.. Microsoft hat noch bis zum 24 August Zeit, den Anordnungen Folge zu leisten. "Wir respektieren die Entscheidung der KFC, glauben aber, dass Microsoft sich an koreanische Wettbewerbsgesetze gehalten und sein Geschäft zum Nutzen der koreanischen Verbraucher geführt hat," kommentierte Microsoft-Sprecher Oliver Roll den Fall. "Wir werden unsere Position weiter verteidigen," kündigte Roll zudem an: Einen weiteren Widerspruch verhandelt der High-Court in Seoul. Den Antikartell-Prozess in Korea hatten der koreanische Portal-Beteriber Daum Communications und Real Networks angestoßen, mit beiden Firmen hat sich Microsoft außergerichtlich verglichen und 30 Millionen US-Dollar an Daum sowie 761 Millione US-Dollar an Real Networks gezahlt. Der KTFC waren diese Einigungen aber nicht ausreichend, um das Verfahren einzustellen.

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