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Korrekter Satz von Zitaten, Fußnoten und Quellenangaben

22.08.2007 | 12:26 Uhr |

Keine wissenschaftliche Publikation kommt ohne Zitate, Fußnoten und Verzeichnisse aus. In populären Drucksachen wie Büchern oder Zeitschriften können solche Elemente durchaus dazu dienen, das Schriftbild aufzulockern.

Marginalien, Zitate, Quellennachweise, Fußnoten und Literaturverzeichnisse – in dieser Reihenfolge kann man sie aufzählen. Die „ Additive “ der Printmedien, die frei hinzugefügt werden können oder zwingend vorgeschrieben sind. Sie verschönern eine Publikation, lockern sie sprachlich auf und erlauben eine weiterführende Beschäftigung mit ähnlichen Veröffentlichungen. Doch wie verwendet man sie? Sind sie frei gestaltbar? Oder aber gibt es Normen, nach denen sie in den Medien angewendet werden müssen? Diese Fragen wollen wir klären… .

Die Marginalie

Die Marginalie (siehe links) ist somit eine Anmerkung am Rand einer Publikation. Sie dient der Zusammenfassung oder einem Stichwort neben der Satzspalte. Öfters auch für Bildunterschriften oder Querverweise. Sie ist im Gegensatz zu den anderen aufgeführten typografischen „Zusätzen“ nicht nur frei gestaltbar, sondern auch normfrei. Manche Verlage gestalten für ihre Publikationen alternativ – entsprechend des Inhalts – zu wählende Raster, zu denen auch zwingend Marginal-spalten gehören können.

Das Zitat

Auch das Zitat stammt aus dem Lateinischen, vom lateinischen „citare“, das „herbeirufen“ oder auch „anrufen, erwähnen, nennen“ bedeutet. Die stilistische Technik des Zitats wird „bei allen Autoren und Vortragenden von der Antike bis zu Gegenwart immer wieder herangezogen“ (Der Duden, Bd. 12 1993:9). In der Antike war das Zitat in erster Linie rhetorischer Schmuck. Das Mittelalter kannte auf Grund der schriftlichen Materialfülle fast keine Zitate. In der aufkommenden Neuzeit wurde es jedoch wieder als Stilmittel eingesetzt. Es kam nicht mehr so stark auf die Wiedergabe des genauen Wortlautes an, sondern das Zitat ging als so genannte sprichwörtliche Redensart in den allgemeinen Sprachgebrauch über – als „geflügeltes Wort“.

Kein Wunder also, dass das Zitat heutzutage eine Nähe zu Werbesprüchen hat. In den Medien werden Meldungen über Bankfusionen beispielsweise gerne als „Szenen einer Ehe“ beschrieben – was eigentlich der Titel eines Films von Ingmar Bergmann ist (Der Duden, Bd. 12 1993:14). Und auch Ghostwriter greifen gern zu einer Sammlung von Zitaten und Aphorismen, wenn sie eine Rede für einen Vorstandsvorsitzenden schreiben.

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