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Ex-Siemensmanager bleibt vorerst in deutscher Haft

18.09.2009 | 11:18 Uhr |

Das juristische Tauziehen um die Auslieferung des früheren Siemens-Managers Michael Christoforakos von Deutschland nach Griechenland geht weiter.

Die Münchner Generalstaatsanwaltschaft stoppte die geplante Auslieferung am Donnerstag erneut, nachdem Christoforakos eine Verfassungsbeschwerde eingelegt hatte. Erst wenn eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vorliege, könne über den Fortgang des Auslieferungsverfahrens entschieden werden, teilte die Behörde mit.

Damit hat sich der ehemalige Siemens-Manager erneut Luft verschafft. Bereits vor wenigen Wochen hatte er eine Verfassungsbeschwerde eingelegt und das Auslieferungsverfahren damit vorübergehend unterbrochen. Am Montag hatte die Generalstaatsanwaltschaft München die Auslieferung bewilligt, Christoforakos wandte sich aber erneut an die Richter in Karlsruhe.

Die griechische Justiz wirft ihm Korruption und Geldwäsche vor. Er soll unter anderem Mitarbeiter der griechischen Telefongesellschaft O.T.E. bestochen haben. Zusammen mit einem anderen griechischen Ex-Manager von Siemens hatte er sich nach Deutschland abgesetzt und damit in Griechenland für Schlagzeilen gesorgt. Im Juni war Christoforakos in der Nähe von Rosenheim in Oberbayern festgenommen worden, seither sitzt er im Gefängnis und wehrt sich mit juristischen Mitteln gegen seine Auslieferung. (dpa)

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