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Korruptionsskandal um IBM in Korea

05.01.2004 | 11:45 Uhr |

Die Staatsanwaltschaft in Seoul hat gegen Manager der südkoreanischen Tochtergesellschaft des US-Technologieriesen IBM schwere Korruptionsvorwürfe erhoben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Montag wurden insgesamt 48 Vertreter von IBM Korea und anderer Unternehmen sowie Beamte im Zusammenhang mit dem Skandal angeklagt, bei dem es um Schmiergeldzahlungen und verabredete Ausschreibungsverfahren zum Erwerb von Millionenaufträgen durch staatliche Behörden geht. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen dabei Manager bei IBM Korea und dem Vertriebs-Joint-Venture LG IBM, denen Bestechung von Staatsbeamten vorgeworfen wird. Der Wert der Aufträge, die der Computerhersteller IBM Korea durch illegale Handlungen erhalten habe, beläuft sich auf mehr als 50 Milliarden Won (etwa 33 Mio Euro). In einer Stellungnahme von IBM Korea hieß es: «Diese Aktivitäten wurden von IBM Korea weder gebilligt noch nachgesehen». Die Betroffenen seien entlassen worden.

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