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Kostenloser PDF-Workflow

29.04.2004 | 12:10 Uhr |

Falls einem die Qualität der aus dem Druckdialog erzeugten PDF-Dokumente nicht reicht: Mac-OS X 10.3 alias Panther kann PDFs auch in hochauflösender und druckfähiger Qualität erzeugen.

Unter Mac-OS X kann man im Druckendialog den Druckjob als PDF oder als Postscript-Datei auf die Festplatte spielen. Wählt man indes direkt das PDF-Format, werden Bilder nur in der Monitorauflösung in das PDF geschrieben. Um die Bilder, selbst im EPS-Format, hochauflösend in das PDF zu integrieren, muss man zunächst den Druckjob als Postscript-Datei speichern. Doppelklickt man darauf hin die Postscript-Datei, öffnet sich Apples Vorschau und wandelt die Datei in das PDF-Format. Dieses beinhaltet nun die hochauflösenden Bilder, man braucht es nur noch zu speichern.

Um dieses Vorgehen flotter zu gestalten, ist ein virtueller Drucker sinnvoll. Dieser speichert den Druckjob direkt als Postscript-Datei. Unter Mac-OS X lässt sich jedoch nicht ohne weiteres einen virtuellen Drucker anlegen. Denn zunächst muss man das von Mac-OS X verwendete Drucksystem CUPS einen virtuellen Druckertreiber zufügen.

Um nun nicht in die Tiefen der Kommandozeile steigen zu müssen gibt es das kleine und kostenlose Programm Virtual Printer für Mac OS X, das mit deutscher Installationsanweisung kommt. Mit diesem Programm lässt sich ein virtueller Drucker schnell und sehr leicht einrichten. Unter der Adresse www.wissen-wie.ch findet man den Virtual Printer für Mac OS X unter "Software".

Die Postscript-Datei kann man automatisch in ein PDF-Dokument umwandeln, Apple bietet dazu eine vordefinierte Ordneraktion an. Um diese zu aktivieren, öffnet man im Ordner "Programme > AppleScript" das Programm "Ordneraktionen konfigurieren". Hier aktiviert man die Ordneraktion und fügt den Ordner, in dem die Postscript-Dateien gespeichert werden, zu. In unserem Beispiel ist dies der Ordner "PS-Files". Diesem Ordner kann man nun das von Apple mitgelieferte Script "convert - PostScript to PDF.scpt" zufügen. Das Script legt im Ordner PS-Files zwei Unterordner an, eines für die Postscript-Dateien und eines mit den PDF-Dokumenten, die das Script automatisch erstellt.

Je nach Anwendung lässt sich so mit weiteren Scripts ein kostengünstiger Proofdrucker einrichten, den man für Ausdrucke aus Programmen wie Indesign, die einen Postscript-Drucker benötigen, verwenden kann.

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