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Kriminologe: Amokläufer üben mit Killerspielen

18.04.2007 | 17:16 Uhr |

Der Kriminologe Christian Pfeiffer hält das deutsche Waffenrecht für ausreichend. Dagegen fordert Pfeiffer nach dem Attentat in Blacksburg ein Werbe- und Verkaufsverbot für gewaltverherrlichende Killerspiele.

Christian Pfeiffer, Bild: Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen
Vergrößern Christian Pfeiffer, Bild: Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen
© des Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen

In Deutschland sei das Waffenrecht nach dem Amoklauf in Erfurt 2002 bereits verschärft worden. Ein Totalschutz sei allerdings nicht erreichbar, sagte der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen .

Dagegen fordert der Kriminologe ein Verbot von besonders aggressiven Killerspielen. "Die Mehrheit der jüngeren Amokläufer hat sich erst am Computer in Stimmung geschossen. Ich plädiere deshalb bei gewaltverherrlichenden Killerspielen für ein Werbe- und Verkaufsverbot", sagte Pfeiffer der Passauer Neuen Presse . Spiele wie "Der Pate", bei denen aggressives Töten mit Punkten belohnt werde, sollten sogar mit einem strafrechtlichen Verbot belegt werden.

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