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Kritik an Metabox-Bilanz

26.07.2000 | 00:00 Uhr |

Auf der ersten Metabox-Hauptversammlung nach dem Börsengang vor einem Jahr sah sich der Vorstand neben Lob für die technischen Entwicklungen der Firma auch Kritik ausgesetzt. Der Geschäftsbericht für 1999 sei nicht durchsichtig und detailliert genug. Man könne sich kein Bild von Metabox machen, sagte der Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz am Mittwoch.

Gefragt wurde auch, warum Metabox nicht offen lege, dass das Umsatzwachstum in 1999 und im ersten Halbjahr im wesentlichen aus der Übernahme der Firma Amstrad resultiere. Nach vorläufigen Angaben steigerte Metabox den Umsatz bis Ende Juni um 340 Prozent auf 26,6 Millionen DM (rund 13,5 Mio Euro). Auf Grund von Vorfinanzierungen für einen Großauftrag machte Metabox im ersten Halbjahr erneut einen Verlust von einer Million DM.

Die ersten Auslieferungen für den Auftrag über 500 000 so genannter Set-Top-Boxen zum Internetempfang per Fernseher beginnen Ende September. Ein bekannter TV-Hersteller werde in absehbarer ein Gerät mit integriertem Internetzugang auf Basis von Metabox-Technologie auf den Markt bringen, sagte der Vorstandsvorsitzende, Stefan Domeyer.

Die bisher am Frankfurter Neuen Markt notierte Firma plant für die Zukunft einen zweiten Börsengang auf dem internationalen Parkett. Zwei Millionen neue Aktien sollen am Technologiemarkt der Londoner Börse platziert werden. Einen genauen Zeitpunkt der Emission nannte Domeyer noch nicht. Die Hauptversammlung billigte eine entsprechende Erhöhung des Grundkapitals.

Das frische Geld aus dem zweiten Börsengang von voraussichtlich mehr als einer halben Milliarde DM will Metabox für den Ausbau seiner Aktivitäten im Geschäft mit Internet-Fernsehen einsetzen. lf/dpa

Info: Metabox, Internet www.metabox.de

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