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Künast fordert "Kinder-Handy"

16.03.2004 | 11:28 Uhr |

Berlin/Frankfurt - Der Zugriff von Kindern und Jugendlichen auf teure Handy-Mitteilungsdienste soll durch technische Sperren in Mobiltelefonen eingeschränkt werden.

"Die Hersteller müssen ein Handy anbieten, mit dem man nur telefonieren und private SMS verschicken kann", forderte Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) im ARD-Magazin "Plusminus" (Dienstag). So sollen Minderjährige vor den Folgen teurer SMS-Chat-Dienste geschützt werden. Diese bieten Kindern an, mit neuen Freunden Kontakte knüpfen zu können. Pro Kurzmitteilung werden dabei bis zu 2,99 Euro fällig.

Die technischen Sperren sollen laut «Plusminus» die bereits bestehenden gesetzlichen Regelungen ergänzen. "Es ist grundsätzlich so, dass Verträge von Jugendlichen unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die gesetzlichen Vertreter sind und sie sich bei Vertragsabschlüssen nur im Rahmen ihres Taschengeldes eigenständig bewegen können", sagte Künast.

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