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Kulturstaatsminister verteidigt Privatkopie

20.01.2006 | 14:23 Uhr |

In seiner Ansprache am Neujahrsempfang der Deutschen Phonoverbände stimmt der Kulturstaatsminister Bernd Neumann der grundsätzlichen Zulässigkeit von Privatkopien zu.

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Für ihn sei ein absolutes Verbot der Privatkopie nicht der „Königsweg“, um den Raubkopierern das Handwerk zu legen. Eher müsse man durch Regelungen die rechtlichen Schranken der Privatkopie definieren. Dazu gehört beispielsweise das Verbot, einen vom Hersteller auferlegten Kopierschutz zu umgehen.

Aber auch am Kopierschutz hat Neumann seine Zweifel. Es sehe darin kein „Allheilmittel“ für die Musikindustrie. Vielmehr verärgere ein solcher so manchen Käufer. Zudem räume er dem Konsumenten weitere Gebrauchs- und Kopiermöglichkeiten eines legal erworbenen Tonträgers ein, wie etwas für das Auto oder den Feriensitz.

Die Ausgestaltung des technischen Schutzes überlässt Neumann den Unternehmen, die seiner Meinung nach durch das Urheberrecht geschützt werden müssen. Somit unterstützt er mit Nachdruck die so genannten Enforcement-Richtlinien der Europäischen Union. Diese sehen einen Auskunftsanspruch der Content-Anbieter gegen die Provider vor, um die Interessensansprüche der Inhaber von Urheberrechten zu erleichtern.

Info: Bundesregierung

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