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Aktionäre ziehen Sammelklage gegen Nokia zurück

14.12.2012 | 09:28 Uhr |

Der finnische Smartphone-Hersteller Nokia hat eine Sorge weniger: Eine von wütenden Aktionären wegen der massiven Kursverluste initiierte Sammelklage wurde zurückgezogen.

Nach weiterer Untersuchung hätten sich die Kläger bereit erklärt, die Klage gegen sämtliche Beschuldigten zurückzuziehen, gab Nokia in einer Stellungnahme bekannt . Die Anschuldigung sei zurückgezogen worden, eine Entschädigung habe es weder für einen der Kläger noch deren Berater gegeben.

Die Klage „Chmielinski gegen Nokia“ war am 3. Mai bei US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York eingereicht worden. Darin beschuldigte der Hauptkläger Robert Chmielinski das Management um Nokia-CEO Stephen Elop, es habe bei seiner Darstellung bezüglich des erwarteten Markterfolgs von Windows Phone und seiner Lumia-Smartphones übertrieben. So habe Nokia Ende 2011, als Chmielinski Nokia-Aktien einkaufte, fälschlich in Aussicht gestellt, der Wechsel von Symbian auf Microsofts neues Smartphone- Betriebssystem werde den stark rückläufigen Handy-Absatz der Company stoppen. Einen Monat vor Einreichung der Klage warnte Nokia dann jedoch seine Investoren vor weiterhin schwindenden Verkäufen.

Ob Nokia mit den neuen Lumia-Geräten der Durchbruch gelingt?
Vergrößern Ob Nokia mit den neuen Lumia-Geräten der Durchbruch gelingt?
© Nokia

Mit der zurückgezogenen Klage hat Nokia nun vielleicht eine Sorge weniger, das Hauptproblem besteht jedoch weiterhin. So deuten sich mit Windows Phone 8 und den neuen Top-Geräten Lumia 820 und Lumia 920 zwar erste Erfolge an. Von einem Comeback ist der ehemalige Marktführer bei Handys und Smartphones jedoch nach wie vor weit entfernt.

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