960918

LCD-Hersteller der Preisabsprache verdächtigt

13.12.2006 | 13:57 Uhr |

Die Preise von LCD-Bildschirmen waren anscheinend jahrelang überteuert. Kartellbehörden in Japan, Südkorea sowie den USA gehen dem Verdacht nach, dass die Hersteller ihre Preise in den Jahren 2003 und 2004 abgesprochen hatten.

LCD-Fernseher von Samsung
Vergrößern LCD-Fernseher von Samsung

Laut einem Bericht der Financial Times Deutschland hat die japanische Wettbewerbsaufsicht die Firmen Sharp, Seiko Epson, Toshiba Matsushita sowie NEC im Verdacht, ihre Preise abgesprochen zu haben. Ermittelt werde ebenfalls gegen die japanischen Ableger der Firmen Samsung sowie einiger taiwanesischer LCD-Hersteller.

Gleichzeitig haben die Kartellbehörden in Südkorea, den USA sowie die Europäische Kommission Stellungnahmen von LCD-Herstellern angefordert. Die US-Behörden ermitteln unter anderem gegen die Firmen AU Optronics und LG Philips. Die betroffenen Unternehmen stehen im Verdacht, bei mehreren Treffen illegale Preisabsprachen getroffen zu haben.

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap vermutet, dass es um Preisabsprachen in den Jahren 2003 und 2004 geht. Damals hätten die Hersteller den Markt vergleichsweise gut kontrolliert, 2005 war LG Philips Weltmarktführer. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe verlor die Aktie des Unternehmens mehr als sieben Prozent an Wert.

0 Kommentare zu diesem Artikel
960918