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LaCie Pocketdrive

02.05.2000 | 00:00 Uhr |

Vorzüge:

sehr robust gebaut, USB- und Firewire-Anschluss, einfache Handhabung

Nachteile:

keine ersichtlich

Preis:

DM 1110, Euro 568, S 8200, sfr 970

Wertung:

sehr gut

Die externe Pocketdrive-Festplatte von La Cie ist sowohl mit einem USB- als auch mit zwei Firewire-Anschlüssen ausgestattet, was das Gerät derzeit einzigartig auf dem Markt macht.
In dem sehr stabilen, antrazithfarbigen Gehäuse, das kaum größer als eine Zigarettenschachtel ist, arbeitet eine 2,5-Zoll-Festplatte mit 6 GB Kapazität, wie sie heutzutage in Notebooks zum EInsatz kommt. La Cie bietet darüber hinaus auch Modelle mit 12- und 18 GB Speicherplatz an.
Schliesst man das Gerät per USB an einen mit Mac-OS 9 ausgestatteten Rechner an braucht man keine weitere Treibersoftware. Die Platte wird automatisch im Finder gemountet. La Cie liefert dennoch die Treibersoftware Silverlining Pro mit, die man für den Betrieb an der Firewire-Schnittstelle und zum Partitionieren benötigt.
Betreibt man das Pocketdrive am Firewire-Port, wird das mitgelieferte Netzteil überflüssig. In diesem Fall bekommt die Festplatte ihre Versorgungsspannung direkt über das Firewire-Kabel, sofern der Anschluss aktiv arbeitet, also eine Speisespannung zur Verfügung stellt. Dies ist glücklicherweise bei allen serienmässig mit Firewire ausgestatteten Macs der Fall.

Datenflitzer im Taschenformat

Unsere Tests zeigen, dass die Platte am USB-Bus deutlich langsamer arbeitet, als an der Firewire-Schnittstelle. Dies ist nicht weiter überraschend, da der USB-Bus mit maximal 12 Mbit/s bei weitem nicht an die 400 MBit/s herankommt, die Firewire leistet. Am Firewire-Bus gibt der Winzling allerdings richtig Gas, und überholt das vergleichbare Firewire-Modell von VST (siehe Test in Macwelt 4/2000, Seite 48). Auch der Import von Digitalvideo mit iMovie - normalerweise ein vom Timing her sehr kritischer Test - klappt mit dem Pocketdrive ohne Probleme.

Fazit

Wer auf maximale Flexibilität und Zuverlässigkeit angewiesen ist, bekommt mit dem Pocktdrive von La Cie einen adäquaten Gegenwert fürs Geld. Die problemlose Installation, die einfache Handhabung und nicht zuletzt der Preis sorgen für unsere Bestnote. cm

Der Platz auf der Rückseite des Pocketdrives reicht gerade für alle Anschlüsse: Von links nach rechts: Versorgungsspannung, USB, Firewire 1, Firewire 2.

Typisch für den Silverlining-Firewire-Treiber: Die Schreibrate liegt deutlich niedriger als die Lesegeschwindigkeit, die hier die Marke von 8 MB/s durchbricht.

Im Vergleich zum Firewire-Anschluss fällt die Datenrate am USB-Bus stark ab. Für grosse Datein und Backups ist der USB-Anschluss daher nicht zu empfehlen.

Steckbrief

Kleine, leichte und sehr zuverlässige externe Festplatte zum Datentausch und als portabler DV-Video-Speicher.

Verwendetes Laufwerk

IBM DBCA-206480

Umdrehungen pro Minute

4200

Kapazität in GB (1)

6,04

Anschlüsse

1 mal USB, 2 mal Firewire, Netzteil

Formatierungssoftware

Silverlining Pro 6.2.1

Technische Daten

Anmerkung: (1) formatierte Kapazität mit HFS plus Dateisystem

Systemanforderungen: Mac mit Firewire-Schnittstelle, Info:
La Cie: D 02 11/30 12 14 00 www.lacie.de

Geschwindigkeitsvergleich Firewire-Platten

Test

Schreibate (1)

Leserate (1)

Zugriffszeit (2)

Praxistest Finder (3)

Praxistest Photoshop (3)

La Cie Pocketdrive USB

La Cie Pocketdrive Firewire

VST

Anmerkungen:

(1) in KB/s, gemessen mit How Fast 1.5, längere Balken stehen für bessere Leistung

(2) in ms, gemessen mit Drive Control 1.0.1, kürzere Balken stehen für bessere Leistung

(3) in Min:Sek, Handmessung, kürzere Balken stehen für bessere Leistung

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