Von Redaktion Macwelt - 23.12.2011, 12:50

Lachen über 2011

Die Peinlichkeiten des Jahres 2011

Den ausführlichen Jahresrückblick auf 2011 veröffentlichen wir in zwölf Teilen ab dem 26. Dezember. Schon heute blicken wir aber auf einige Begebenheiten zurück, die 2011 dem Fass die Krone ins Gesicht schlugen - oder so ähnlich.
Was uns 2011 beschäftigt hat, lesen Sie ab dem zweiten Weihnachtsfeiertag in unserer zwölfteiligen Reihe "Das war 2011 - so wird 2012". Das zurückliegende Jahr war, wie es Steve Jobs im März proklamiert hatte - natürlich das Jahr des iPad 2 aber leider auch das Jahr, in dem Steve Jobs seinem Krebsleiden erlegen ist.
Dennoch hatten wir viel zu Lachen, wobei uns das Lachen nicht selten im Hals stecken geblieben ist. Lesen Sie hier einen subjektiven Jahresrückblick der Redaktion in Splittern.

Peter Müller: Der iPad-Killer mit Suizidpotential

Nicht wenige Experten hatten in Web OS ein mobiles Betriebssystem gesehen, dass es mit iOS aufnehmen könnte. HP, gerade noch so der größte PC-Hersteller der Welt, hätte womöglich auch das Kreuz ernsthaft gegen Apple zu konkurrieren. Aus dem halbherzig von Steve Ballmer ein Jahr zuvor präsentierten Slate-Projekt war bekanntlich nichts geworden. Und aus dem Touchpad wurde der größte Rohrkrepierer des Jahres. Von der Vorstellung bis zum Verkauf hatte es noch fast ein halbes Jahr gedauert, doch schon wenige Wochen danach zog bei HP Leo Apotheker den Stecker und wollte auch gleich das gesamte PC-Geschäft dem unglücklichen WebOS hinterherschleudern. Das war dem HP-Aufsichtsrat doch zu viel und zog seinerseits Apotheker den Stecker. Seine Nachfolgerin Meg Whitman hielt zwar an der PC-Sparte fest, WebOS hat im Konzern aber keine Zukunft. Ende des Jahres erklärte HP WebOS zum Open-Source-Projekt, ohne jedoch nennenswert Unterstützung zu versprechen. Das TouchPad hatte HP im Herbst für 100 Dollar verschleudert. Zuletzt lacht Apple, das sich anschickt, seinerseits zum größten PC-Hersteller aufzuschwingen, rechnet man das Tabletgeschäft mit ein.

Marlene Buschbeck-Idlachemi: Die abstruseste App 2011-12-23

Die Idee, eine App zu schreiben, die das iPad zum Ersatz für die Pappschilder macht, mit denen mittellose Zeitgenossen um Unterstützung bitten, ist komplett abstrus. Daher ersparen wir uns tiefsinnige Überlegungen über Sinn und Unsinn einer solchen Aktion und lassen die große Metaphernkiste zu, sondern würdigen Entwickler, die den Mut haben, eine krude Idee völlig ernsthaft und straight umzusetzen. Und alle, die kurz davor sind, das Schild "Will code <HTML> for Food" aufstellen zu müssen, sollen schleunigst zu uns in die Macwelt kommen!

Marlene Buschbeck-Idlachemi: Das hässlichste Spiel 2011

Pickel auszuquetschen gehört per se schon zu den gruseligsten Momenten jeder Pubertät - ist aber den Hormonen geschuldet. Den unappetitlichen Vorgang aber in Form einer App als Freizeitgestaltung auf iPad oder iPhone zu bringen, ist böser Vorsatz! Was das hässliche Icon an böser Optik verspricht, hält die App, bei der man sich von Stufe zu Stufe in immer weiter verunstalteten Gesichtern austoben darf. Da sind auch die strahlenden Gesichter der Töchter, die mit diebischer Freude am iPad herumquetschen, kein Trost. Bleibt nur zu hoffen, dass App wie Pickel schnell wieder verschwinden und als dunkles Kapitel hormoneller Verwirrungen im großen Buch der Geschichte landen.

Patrick Woods: Das Patentgezanke

Nimmst Du mir das Förmchen weg, klau ich Dir die Schaufel! 2011 war zum Jahresende hin der große Kampf um Patente und den Smartphone- sowie Tablet-Markt - vor Gericht. Klagen, Gegenklagen und Verfügungen wegen "runder Ecken", "Datenübertragung in Paketform" sind da nur die absurdesten Beispiele. Patentklagen sind zwar überhaupt nichts Neues. Dadurch, dass Apple so intensiv darin verstrickt ist, vergrößert sich aber die Aufmerksamkeit auf jede Anhörung, Verhandlung und jede Verfügung. Selbst aufmerksame Beobachter blicken schon lange kaum noch durch, wo überall Anträge gegen wen laufen und was genau der Grund dafür ist. Zudem geht es aktuell nicht nur darum, die Konkurrenz wie früher zu Lizenzabkommen zu zwingen, sondern insbesondere Apple will die Konkurrenz tatsächlich durch Patentklagen verdrängen. Die jetzigen Streits sind nur der Anfang, für 2012 sind bereits etliche Verhandlungen angesetzt. Bis einer heult!

Markus Schelhorn: iPhone mit Zoom-Objektiv

Die meisten Fotos auf Flickr werden mit einem iPhone geschossen, gefolgt von der DSLR-Konkurrenz Nikon D90 und Canon EOS 5D Mark II. Klar, man trägt das iPhone immer bei sich und es ist für einen Schnappschuss gleich zur Hand. Doch eines fehlt dem Smarthone-Fotografen: Ein Zoomobjektiv. Kein Problem, hier gibt es bereits ein beachtliches Angebot von Plastik-Spielzeug, das man sich vor die iPhone-Linse anklippen kann. Dazu sucht man bei Onkel Google einfach nach "iPhone Lens". Die Bildqualität bewegt sich so zwischen Lochkamera und Lomo, aber das kann man ja zum neuen urbanen Style erklären. Man darf gespannt sein, wann man den ersten iPhone-Fotografen mit Spielzeug-Objektiv fotografieren sieht, und das am besten noch laut in sein Headset schreiend.

Halyna Kubiv: Verlust des Jahres 2011 (und gleichzeitig 2010)

Nein, es wird hiermit nicht Steve Jobs gemeint. Er kommt zur Zeit in wahrscheinlich jedem Jahresrückblick vor, deswegen werden wir hier seinen Namen nicht noch einmal erwähnen. Es geht um das iPhone 4 respektive das iPhone 4S, dessen Prototypen in diversen Gastronomie-Anstalten verloren gegangen sind.
Anno 2010 war es ausgerechnet ein deutscher Biergarten, wo ein Apple Ingenieur sein Test-Gerät verlegt hat. Es gab danach einen großen Aufruhr in der Presse, der glückliche Finder konnte das neue Modell für teuer Geld an Computerblog Gizmodo verkaufen, Steve Jobs war persönlich beim Chefredakteur vorstellig. Letztendlich konnte sich jeder nach dem Verkaufsstart überzeugen, dass die veröffentlichte Bilder von einem echten Modell stammten und ungefähr bis zu Ende des Jahres haben schon alle gemeint, man kann die Sache getrost vergessen.
Nicht so die Apples Ingenieure... Mitte August dieses Jahres konnte man auf fast allen Mac-Gerüchteseiten nachlesen, dass wieder ein neues (und total streng geheimes) Modell des iPhone abhanden gekommen sei. Zuerst hatte man gedacht, entweder spinnen bei den Seiten die Content Management Systeme, so dass die alten Nachrichten aus dem letzten Jahr wieder online gehen oder es sei ein schlechter Witz. Nicht mal die Marketing-Profis von Apple kämen hier in Frage: zu grob wäre die Verkaufsstrategie. Dann kam die offizielle Bestätigung einer Polizeidienststelle in San Francisco, mit Apple bei der Suche nach de iPhone 4S zu kooperieren.
Wie dem auch sei, wir haben für das nächste Jahr schon einen Lückentext vorgeschrieben: "iPhone-5-Prototyp verloren".
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