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Gericht stoppt geplanten Porno-Pranger

28.09.2012 | 11:17 Uhr |

Das Landgericht Essen hat entschieden, dass eine bayerische Anwaltskanzlei nicht die Namen von Konsumenten von Porno-Inhalten veröffentlichen kann. Damit ist der "Porno-Pranger" nun erst mal gestoppt.

Eine Regensburger Rechtsanwalts-Kanzlei war in die Schlagzeilen geraten, weil sie in einem "Porno-Pranger" die Namen von Anwendern im Internet veröffentlichen wollte , die urheberrechtlich geschützte Pornos aus Tauschbörsen heruntergeladen hatten und deshalb abgemahnt wurden. Das Landgericht in Essen hat nun in einem Eilverfahren am Mittwoch entschieden, das die Kanzlei den Namen einer privaten Klängerin nicht im Internet veröffentlichen darf. Die Klägerin soll angeblich pornographische Dateien illegal aus dem Internet heruntergeladen haben und daher wäre ihr Name in einem von der bayerischen Rechtsanwaltskanzlei geplanten Porno-Pranger erschienen.

Der Porno-Pranger sollte eigentlich bereits am 1. September an den Start gehen und war dann aber kurzfristig aufgrund einer Anordnung des Bayerischen Landesamtes für Datenschutz gestoppt worden. Die Regensburger Kanzlei hatte sich bei ihren Plänen auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahre 2007 berufen, das es Anwälten erlaube, mit den Namen der Gegner zu werben.

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