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Langstreckenläufer von Intel

07.05.2007 | 13:47 Uhr |

Das können ja lange Arbeitstage werden: Intel tüfelt - wie eigentlich ständig - an einer neuen Prozessor-Plattform für Ultramobile-PCs. Das nächste Modell namens Moorestown soll nicht nur kleiner und leistungsfähiger als alle Vorgänger sein, sondern auch bis zu 24 Stunden Akku-Laufzeit möglich machen.

Zum Vergleich: Ein aktuelles Macbook schafft laut Hersteller maximal sechs Stunden bis zu fünf Stunden soll man mit einem iPhone telefonieren, Videos betrachten und im Internet surfen können.

Die neue Plattform Moorestown besteht laut dem IT-Nachrichtendienst Golem nur noch aus zwei Chips. Auf dem einen, dem "North Complex", sind sowohl eine CPU mit bis zu zwei Kernen als auch ein Grafikchip und ein Speichercontroller untergebracht. Der "South Complex" enthält die gesamte Peripherie und alle Schnittstellen zu externen Geräten. Beide Chips sollen zusammen nur noch 0,5 Watt aufnehmen - ein Mini-Notebook oder ein Handheld könnten damit einen Tag lang ohne externe Stromversorgung auskommen. Auch setzt Intel für Moorestown auf DDR-3-Speicher, der deutlich weniger Energie verbrauchen soll. Es wäre schön, wenn künftig der Nutzer eher schlafen gehen müsste als der Rechner - doch noch ist die neue Prozessortechnologie Zukunftsmusik. So will Intel seinen Prototypen laut Roadmap erst Mitte 2009 präsentieren. Zudem entwickelt der Hersteller den Chipsatz in erster Linie für seine Ultramobile-PCs. Logisch, denn die aktuellen Mini-Notebooks kranken vor allem an akutem Energiehunger. Ob und welche Komponenten von Moorestown in tragbare Macs und andere Apple-Neuerungen der kommenden Jahre Eingang findet, steht also in den Sternen. Aber vielleicht verzögert sich das von Gerüchteseiten heiß gehandelte Subnotebook auch deshalb, weil es auf neue energiespeichernde Technologie wartet - hoffentlich nicht bis 2009.

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