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Laut Bitkom zahlt jeder Vierte für journalistischen Content

16.01.2014 | 08:30 Uhr |

Nachrichten und andere Inhalte im Internet werden immer wichtiger, mancher informiert sich fast nur noch über digitale Medien. Da stellt sich für Redaktionen die Frage, ob und wie auch für diese Angebote Einkünfte zu erzielen sind.

”Die so genannte Kostenloskultur im Internet ist weniger stark ausgeprägt, als immer wieder angenommen wird“, sagt Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. Viele Verbraucher sind nach seinen Worten bereit, für redaktionelle Inhalte im Web zu bezahlen, ”wenn sie einen angemessenen Preis haben und sich bequem abrechnen lassen.“

Der aktuellen Bitkom-Studie zufolge liegen die durchschnittlichen Ausgaben für journalistischen Content im Internet bei 13,60 Euro im Monat, wobei die 30- bis 49-Jährigen am ehesten bereit sind zu zahlen. Deren Anteil liegt bei 31 Prozent, wogegen es in der Generation ab 65 Jahren lediglich 13 Prozent der Internetnutzer sind, die einen Obolus für redaktionell betreute Inhalte beitragen wollen. Insgesamt sind es laut der repräsentativen Umfrage 17 Prozent der User, die Geld für einzelne journalistische Beiträge zahlen und ebenfalls 17 Prozent, die ein monatliches Pauschalabo abschließen. Potenzial für Bezahlangebote besteht laut Bitkom noch insbesondere bei spezialisierten Online-Nachrichten, Reportagen, Interviews und Kommentaren. Aber auch unter den Nutzern lasse sich die Bereitschaft für bezahlte Inhalte im Web noch ausbauen. Denn 31 Prozent hätten sich grundsätzlich bereit erklärt, für journalistische Inhalte Geld auszugeben.

Außerdem würden immer mehr Online-Medien ”Bezahlschranken” für redaktionelle Inhalte einrichten. Hier führt die Bitkom den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger an, nach dem aktuell 74 Online-Angebote von Zeitungen entsprechende Abrechnungsmodelle nutzen, wobei unterschiedliche Verfahren zum Einsatz kommen. Die repräsentative Umfrage führte im Auftrag der Bitkom das Marktforschungsinstitut Aris Umfrageforschung mit 766 Internetnutzern ab 14 Jahren durch. Weitere Details und Zahlen erfährt man in der Pressemitteilung der Bitkom.

 

Info: Bitkom

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