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Leichteren Zugang zu Internet-Fachinformationen gefordert

24.10.2003 | 10:57 Uhr |

Große deutsche und internationale Wissenschaftsorganisationen haben einen leichteren Zugang zu Fachinformationen im Internet gefordert.

Zum Abschluss einer Tagung in Berlin verabschiedeten sie eine "Berliner Erklärung" mit der Aufforderung, Wissenschaft und Kultur sollten für alle Internet- Nutzer in deutlich größerem Umfang als bisher kostenlos zugänglich gemacht werden, teilte die Max-Planck-Gesellschaft am Donnerstag in Berlin mit.
Die Empfehlungen zum "offenen Zugang" (open access) richten sich an Forschungseinrichtungen sowie an Kulturinstitutionen wie Bibliotheken, Archive oder auch Museen. Autor und Urheber sollten dabei allen Nutzern ein Recht auf Zugang zu ihren Daten einräumen. Dazu gehöre die Genehmigung, das Werk unter korrekter Angabe der Autorenschaft zu kopieren und digital weiterzuverbreiten. Die vollständige Arbeit sollte zusammen mit allen ergänzenden Materialien über ein noch zu schaffendes Online-Archiv elektronisch bereitgestellt werden.
Die Erklärung richtet sich indirekt gegen Fachverlage, die in den vergangenen Jahren die Preise für Fachzeitschriften deutlich erhöht hatten und den Zugang zu Internet-Ausgaben begrenzen. Viele Universitäten sahen sich gezwungen, Abonnements zu kündigen und den Bestand zu kürzen.

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