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Leipziger Games Convention mit neuem Konzept - Online-Spiele

30.01.2009 | 12:56 Uhr |

Nach dem verlorenen Konkurrenzkampf um die lukrative Computerspielebranche fängt die Leipziger Messe Games Convention GC wieder von vorn an. Während sich die Anbieter von Computerspielen am neuen Standort bei der gamescom vom 19. bis zum 23. August 2009 in Köln präsentieren, weicht Leipzig auf Online-Spiele aus.

Vom 31. Juli bis zum 2. August geht die Messe als GC online mit bescheidenen Ausgangspositionen an den Start. Messe-Chef Wolfgang Marzin stellte das neue Konzept am Donnerstag vor. Zwar hatte Leipzig bis zum Schluss gehofft, nachdem sich der Branchenverbandes BIU als Mitveranstalter aus Leipzig in Richtung Köln zurückgezogen hatte, das Blatt noch zu wenden. Am Donnerstag konstatierte Marzin: «Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass sich die Branche angesichts der in Deutschland entstandenen Wettbewerbssituation 2009 nicht gesammelt in Leipzig treffen wird.» Er betonte aber, die herkömmliche GC sei aus seiner Sicht nur ausgesetzt. Leipzig sei weiter offen für die PC-Spiele-Branche.

Nun will sich Leipzig als Plattform für die Online-Spiele-Branche etablieren. Unterstützt wird die Messe von Unternehmen dieses Industriebereichs. Partnerland ist Südkorea, das als führend in gilt. Der Chef des nach eigenen Angaben weltweit größten unabhängigen Anbieters Gameforge 4D, Carsten von Husen, betont die Notwendigkeit einer eigenen Branchenplattform. Die erreichte Größe und die Dynamik im Markt «schreien geradezu nach einer eigenständigen Messe». Nach Messeangaben wird für die Branche bis 2012 ein Umsatzwachstum von 14,6 Prozent jährlich prognostiziert. Eine eigenständige Messe bestätige, dass Online Gaming eine wichtige Rolle in der gesamten Games-Industrie einnimmt, meint auch der Chef des Anbieters Bigpoint, Nils-Holger Henning.

Marzin hält sich für die erste Ausgabe der GC online mit Prognosen zurück. Er hofft auf 50 000 bis 70 000 Besucher und rechnet mit etwa 70 bis 100 Ausstellern. Via Internet können Interessenten weltweit die Messe besuchen. Die letzte Games Convention 2008 hatte 203 000 Besucher nach Leipzig gelockt. Trotz des Rückzugs in eine Nische sitzt Leipzig auch hier die Konkurrenz aus Köln im Nacken: Die gamescom präsentiert ebenfalls den Bereich Online- und Browsergames. (dpa)

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