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Leistungsschau der Digitalkameras

07.09.2006 | 15:37 Uhr |

Alle zwei Jahre findet in Köln auf der Photokina die große Leistungsschau der Fotoindustrie statt. Dieses Jahr öffnen sich die Messetore vom 26.9. bis 1.10. und es soll die größte Photokina aller Zeiten werden. Die Eckdaten, die das belegen: Rund 1600 Anbieter aus 50 Ländern werden sich in den Hallen präsentieren, die Messegesellschaft rechnet mit 160 000 Besuchern aus 140 Ländern.

Der Boom ist ungebremst, vor allem nach digitalen Spiegelreflexkameras verlangt der Markt. Es zeigt sich, dass verschiedene Systeme gut nebeneinander existieren können. Den Kunden kann das nur freuen, er kann so auf ein breites Angebot an digitalen Spiegelreflexkameras zugreifen.

Digitale Spiegelreflexkameras fürs Volk

Mittlerweile bekommt man für weniger als 1000 Euro sehr leistungsfähige DSLR-Kameras, die nicht selten ältere Profikameras überflügeln. Kein Wunder also, dass die Nachfrage bei digitalen Spiegelreflexkameras ungebrochen ist. Der Trend geht hier zu massentauglichen Kameras, die einfach zu bedienen und günstig sind. Hier ist der Markt entsprechend heiß umkämpft. Zwar haben Konica Minolta sowie Contax die Bühne verlassen, doch neben Sony und Panasonic ist mit Samsung ein neuer Hersteller auf dem Parkett. Sony hat bei seinem Debüt gleich in die vollen gelangt und neben der Alpha 100 ganze 17 eigene Objektive sowie drei von Carl Zeiss vorgestellt. Das teuerste Objektiv kostet 7000 Euro, das macht ein künftiges Angagement von Sony im Profi-Bereich wahrscheinlich.

Dominierend ist bei den digitalen Spiegelreflexkameras für Amateure momentan das Auflösungsformat APS-C, das gegenüber Kleinbild einen Verlängerungsfaktor von 1,5 aufweist. Bis auf Canon ist eines den neu vorgestellten Kameras diesen Formats gemein: Sie verwenden einen zehn Megapixel auflösenden Bildsensor von Sony, der bislang der Nikon D200 vorbehalten war. In günstigere Preisregionen ist Sony erstmals mit der Alpha 100 vorgedrungen, doch Nikon sowie Pentax und Samsung folgen. Canon hat dem Treiben der Konkurrenz nicht zugesehen und mit der EOS 400D eine Nachfolgerin der EOS 350D vorgestellt, die vorerst um 100 Euro im Preis gesenkt bleibt. Die EOS 400D bietet ein 10-MP-CMOS-Sensor und hat sich einiges von den DSLR-Systemen von Konica Minolta und Olympus abgeschaut: So einen Sensor, der das Display ausschaltet, wenn man sich dem Sucher mit dem Auge nähert (erstmals bei der Dynax 7D vorgestellt). So verzichtet die EOS 400D auf das zweite Display für die Anzeige der Einstellungen und verwendet statt dessen das große Farbdisplay. Von Olympus abgeschaut ist die Staubreinigung des Sensors. Beim Ein- und Ausschalten schüttelt die Kamera mit Piezo-Elementen den Bildsensor. Abfallender Staub haftet auf einem Klebestreifen. Die Sony Alpha 100 kommt mit einer ähnlichen Technik, hier muss man das Objektiv entfernen und die Öffnung beim Reinigungsvorgang nach unten halten.

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