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Medion wird chinesisch

03.08.2011 | 07:09 Uhr

Der PC-Spezialist Lenovo hat jetzt auch offiziell die Mehrheit am Aldi-Lieferanten Medion übernommen.

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Der PC-Spezialist Lenovo hat jetzt auch offiziell die Mehrheit am Aldi -Lieferanten Medion übernommen.

Von Thomas Cloer , Computerwoche

Der Aktienkaufvertrag mit Medion -Vorstandschef und Mehrheitsaktionär Gerd Brachmann sei vollzogen worden, teilten beide Unternehmen mit. Lenovo besitze nun über die Hälfte des Grundkapitals und drei Viertel der Stimmrechte an dem Essener Elektronikspezialisten. Lenovo hatte den Aktionären 13 Euro pro Aktie angeboten, die Frist lief aus.

Brachmann habe rund 17,7 Millionen Aktien für insgesamt 230 Millionen Euro an Lenovo verkauft. Hinzu kommt ein Paket des zweitgrößten Aktionärs Orbis Investment Management. Damit halte Lenovo nun über 51 Prozent des Grundkapitals der Medion AG.

Brachmann hat aber nicht alle seine Aktien abgegeben, sondern behält einen Anteil von 18,3 Prozent. Die Stimmrechte dafür werde er bei der anstehenden Hauptversammlung an Lenovo übertragen. Damit verfügten die Chinesen über die notwendige Stimmrechtsmehrheit von 75 Prozent, um einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags beschließen zu können.

"Der Zusammenschluss eröffnet ausgezeichnete Perspektiven für beide Unternehmen", sagte Brachmann laut Mitteilung. Lenovo will mit Hilfe von Medion den westeuropäischen Markt erobern. Die EU-Kommission hat bereits grünes Licht für die Übernahme gegeben.

Der PC-Spezialist aus Hongkong zahlt für die Essener rund 629 Millionen Euro. Alle 1000 Medion-Mitarbeiter sollen bleiben dürfen. Medion ist vor allem für seine bei Aldi vertriebenen Computer, Kameras oder Navigationsgeräte bekannt. Das neue Unternehmen soll hinter HP und Acer zur Nummer drei auf dem PC-Markt in Deutschland werden. (cw/tc)

Dieser Beitrag erschien bereits in der ChannelPartner -Schwesterpublikation Computerwoche

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