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Lieber offline bleiben als beklaut werden

10.09.2001 | 00:00 Uhr |

Fast jeder zweite PC-Nutzer in Deutschland verzichtet aus Angst vor Datensicherheitsmängeln auf das Surfen im Internet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Freizeit- Forschungsinstituts der British American Tobacco (BAT), die am Montag in Hamburg veröffentlicht wurde. Für die Studie «Der gläserne Konsument» befragte das Institut 2000 Bundesbürger ab 14 Jahren repräsentativ nach ihrer Einschätzung zu Datenschutz und Schutz der Privatsphäre im Zeitalter des Internets.
Mehr als zwei von fünf Befragten (45 Prozent), die privat oder beruflich einen Computer nutzen, verzichteten freiwillig auf das Surfen im Internet, um Datensicherheitsmängel aus dem Weg zu gehen. Nur jeder vierte (25 Prozent) PC-Nutzer fühle sich darüber richtig informiert, wie er die eigenen Daten wirksam schützen kann. So entwickele sich die Unsicherheit im Umgang mit den eigenen Daten zum größten Hindernis für die Verwirklichung der politischen Forderung «Internet für alle», meint der Leiter des BAT-Freizeit- Forschungsinstituts, Prof. Horst W. Opaschowski.
Jeder fünfte Bundesbürger (22 Prozent) nutzt der Studie zufolge beruflich einen PC, jeder dritte (34 Prozent) privat zu Hause. Einen Internetzugang im Büro haben der Studie zufolge 12 Prozent der Bevölkerung, zu Hause kann jeder sechste Deutsche (17 Prozent) von Onlinediensten Gebrauch machen. Die Zahl der Internetzugänge in der Bevölkerung sage jedoch nur wenig über die tatsächliche Nutzungsintensität aus: Nur jeder vierte Bundesbürger (25 Prozent) nutze «wenigstens einmal in der Woche» den PC zu Hause.
Im Internet surft lediglich jeder neunte private Verbraucher regelmäßig - die Tendenz steigt aber: Waren es 1996 zwei Prozent, stieg die Zahl 1998 auf drei Prozent. Im Jahr 2000 waren es bereits acht, und im Jahr 2001 bereits elf Prozent. dpa

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