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Lime Wire reicht Gegenklage gegen Musikindustrie ein

27.09.2006 | 12:32 Uhr |

Die Betreiber der Peer-to-Peer (P2P)-Tauschbörse Lime Wire drehen im Streit um Urheberrechtsverletzungen den Spieß um und verklagen ihrerseits die Musikindustrie.

Gegen die größten Plattenfirmen hat Lime Wire am Bezirksgericht vom südlichen Bezirk New York eine Klage wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens eingereicht, nachdem die meisten Filesharingdienste aufgrund von Gerichtsprozessen geschlossen werden mussten. Gegen Lime Wire haben bisher insgesamt 13 Plattenfirmen Anti-Piraterie-Klagen angestrengt und dabei Schadensersatz von 476 Millionen US-Dollar gefordert.

In ihrer Klage werfen die Lime-Wire-Betreiber der Musikindustrie vor, ein Monopol bei der digitalen Distribution von Musik errichten zu wollen. Die beteiligten Unternehmen hätten sich darauf verschworen, die alternativen Services der P2P-Netze aus dem Markt zu drängen. Damit verbunden sei eine illegale Preisabsprache, die es unabhängigen Musikanbietern erschwere, sich im Markt zu halten. Lime Wire wirft der Industrie zudem vor, Filtertechnologien verhindert zu haben, die illegale Kopien von Musik aus dem P2P-Netz fernhalten wollen. Die von Lime Wire beauftragten Entwickler der Filtertechnologie hätten von der Musikindustrie nie Zugang zu den relevanten Metadaten des geschützten Contents erhalten. Stattdessen hätten die großen Plattenfirmen Lime Wire zur Zusammenarbeit mit iMesh zwingen wollen, um illegale Downloads zu unterbinden und legale zu fördern. iMesh ist nach Ansicht von Lime Wire jedoch kein unabhängiger Hersteller sondern von der Musikindustrie kontrolliert.

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