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Linux-Erfinder Torvalds verlässt Transmeta

17.06.2003 | 13:54 Uhr |

Linus Torvalds, der Erfinder des freien Computer- Betriebssystems Linux, verlässt den kalifornischen Chip-Hersteller Transmeta. Das teilte er am Dienstag in einem Forum für Linux- Entwickler im Internet mit.

Künftig werde er seine gesamte Arbeitszeit der Steuerung der Linux-Entwicklung widmen und zur Firma Open Source Development Lab (OSDL) wechseln. OSDL ist ein Gemeinschaftsunternehmen von großen Computerkonzernen wie IBM, Hewlett-Packard, Intel und NEC, die Linux für kommerzielle Zwecke einsetzen.     Transmeta, die besonders Strom sparende Prozessoren entwickeln, habe ihm alle Freiheiten gelassen, sich um seine Arbeit für Linux zu kümmern. «Ich fühle mich aber ein wenig schuldig, was meine "richtige" Arbeit betrifft», schrieb Torvalds.     Der Finne hatte 1991 in Helsinki den Kern von Linux geschrieben und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Mit der so genannten General Public License (GPL) schützte er einerseits Linux mit einer Nutzungslizenz, machte es aber gleichzeitig allen Nutzern unentgeltlich zugänglich und öffnete es für Vorschläge zur Weiterentwicklung durch andere Programmierer. Linux wird heute von Microsoft als Hauptkonkurrenz-System zu Windows eingeschätzt.     Torvalds kümmerte sich in den vergangenen Jahren um den so genannten «Kernel», den Kern des Betriebssystems und behielt die Entscheidung darüber, welche neuen Programmteile in Linux aufgenommen werden. Nach seinem Studium an der Universität Helsinki zog Torvalds mit seiner Familie 1997 nach Kalifornien ins Silicon Valley um und trat als Programmierer in das Chipunternehmen Transmeta ein.

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