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Linux-Kläger SCO schützt sich durch Bodyguards

20.11.2003 | 17:18 Uhr |

Das amerikanische Softwareunternehmen SCO Group Inc. lässt sein Top-Management durch Leibwächter schützen, nachdem mehrere Todesdrohungen gegen die Unternehmensleitung ausgesprochen worden seien.

Nach Angaben des Unternehmens (Lindon, US-Bundesstaat Utah) stünden die Drohungen im Zusammenhang damit, dass SCO den Anspruch angemeldet habe, dass Teile des Programmcodes des freien Computerbetriebssystems Linux von SCO urheberrechtlich geschützt seien und nicht ohne Lizenzzahlungen in Linux verwendet werden dürften, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag.

SCO verlangt bis zu 50 Milliarden Dollar (42 Milliarden Euro) Schadensersatz von IBM, da IBM widerrechtlich einen geschützten Programmcode in Linux kommerziell verwende. IBM, der zweitgrößte Softwarehersteller der Welt, bewirbt Linux als preiswerte Alternative zum Windows-System von Microsoft. SCO besitzt Urheberrechte an den Betriebssystem Unix, das technisch Linux ähnelt. IBM bestreitet die Ansprüche von SCO und hat eine Gegenklage eingereicht.

SCO-Sprecher Blake Stowell sagte, seit März hätten außerdem Hacker mindestens vier Mal versucht, die Website von SCO außer Betrieb zu setzen. Wegen der Drohungen habe sein Unternehmen die US- Bundespolizei FBI eingeschaltet. Er wollte aber nicht im Detail darauf eingehen, welche Schutzmaßnahmen SCO konkret ergriffen habe. Der SCO-Sprecher kündigte an, innerhalb der kommenden 90 Tage gegen einen weiteren, nicht näher bezeichneten großen Linux-Anwender rechtlich vorzugehen.

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