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Linux-PCs oft mit Windows-Raubkopien überspielt

30.09.2004 | 13:35 Uhr |

Neue Personal Computer mit dem freien Betriebssystem Linux werden nach einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Gartner häufig für den Einsatz einer Raubkopie des Microsoft-Betriebssystems Windows genutzt.

Gerade in den Wachstumsmärkten in Osteuropa und Asien würden PCs mit einem vorinstallierten Linux angeboten, um die Lizenzgebühren für Windows zu vermeiden, teilte Gartner am Donnerstag mit. «In 2005 werden elf Prozent aller neuen PCs in den Wachstumsmärkten mit Linux ausgeliefert, drei Viertel davon werden letztlich unter einem Windows-System laufen.» Die Gartner-Analysten weisen in ihrer Studie darauf hin, dass der Preis für die Hardware eines Personal Computers in den vergangenen zehn Jahren merklich gesunken sei, während er für das Betriebssystem relativ stabil geblieben sei. So habe sich der Anteil des Betriebssystems am PC-Preis seit 1996 mehr als verdoppelt. «Dies bereitet PC-Herstellern erhebliche Probleme, da die Gewinnmargen immer weiter sinken.»

Vor diesem Hintergrund seien auch die wachsenden Linux-Installationen zu sehen. In 2004 seien 1,4 Prozent aller neuen PCs mit Linux ausgeliefert worden, dieser Anteil werde sich bis 2008 auf 2,6 Prozent fast verdoppeln. In Osteuropa und Asien werde der Linux-Anteil überdurchschnittlich wachsen. «Die Hersteller versuchen, um die Zahlung der Microsoft-Gebühr herumzukommen.» Gleichzeitig bemühten sie sich, billigere PCs auf den Markt zu bringen, da gerade in Osteuropa und Asien sich viele Käufer keinen teuren Personal Computer leisten können. Außerdem seien in diesen Ländern Raubkopien von Windows leicht zu bekommen. Microsoft versuche nun, mit einer abgespeckten Windows-Version («Windows XP Starter Editon») für diese Märkte das Problem in den Griff zu bekommen.

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