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Linux schlägt in Wimbledon auf

17.06.2004 | 14:10 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das vom 21. Juni bis 4. Juli stattfindende Tennisturnier in Wimbledon steht dieses Jahr im Zeichen des Pinguins: Sowohl die offizielle Website des Turniers als auch das interne Netz laufen auf Linux-Systemen. Nach Angaben von Mark McMurrugh, Projektleiter Wimbledon bei IBM, kam das Open-Source-Betriebssystem zum ersten Mal während des Turniers im Jahr 1999 zum Einsatz. Seitdem wurde die IT-Infrastruktur nach und nach von IBMs Unix-Derivat AIX auf Linux umgestellt.

Big Blue setzt in Wimbledon außerdem Grid-Techniken ein, um wegen der erhöhten Webseitenabrufe während des Turniers keine Engpässe entstehen zu lassen. Das komplette Gelände wird zudem von einem WLAN überzogen, über das die anwesenden Journalisten direkt von den Courts aus Zugriff auf aktuelle Statistiken haben. Ein spezielles Angebot richtet sich an VIP-Gäste: 60 bis 70 von ihnen sollen einen "XDA"-Smartphone von O2 erhalten, über das ihnen "Pocket Wimbledon" zur Verfügung steht: Neben einer interaktiven Karte des Clubgeländes ermöglicht diese Anwendung Zugriff auf Spielstände, Statistiken und Biographien der Sportler. IBM plant des Weiteren, Video-Streams der Spiele auf den Handhelds anzubieten. (ave)

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