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RAM-Entwickler will Macbooks in den USA verbieten lassen

07.11.2008 | 15:45 Uhr |

Rambus, ein Technologieunternehmen, das unter anderem Speichercontroller entwickelt, will ein Einfuhrverbot von Geräten mit Nvidia-Chipsätzen erreichen. Davon wären auch die neuen Macbooks betroffen.

Rambus liegt derzeit im Streit mit gleich mehreren Unternehmen. Der Hersteller, der unter anderem den XDR-Speicher entwickelt hat, streitet sich um Lizenzgebühren für Patente. Eines der Unternehmen, die sich weigern, die geforderten Lizenzgebühren abzutreten, ist Nvidia. Jetzt fordert Rambus in dem Prozess ein US-Einfuhrverbot für alle Nvidia-Produkten, bei denen die fraglichen Patente genutzt werden.

Dies würde auch die aktuellen Macbooks und Macbook Pros betreffen. Nvidia verwendet von Rambus entwickelte Speichercontroller. Rambus hat eine Beschwerde bei der International Trade Commission eingelegt, einer US-Handelsbehörde. Diese soll das Einfuhrverbot umsetzen. Mit diesem strategischen Schachzug will Rambus Nvidia zwingen, die geforderten Gebühren zu zahlen.

Laut Rambus verhandeln die beiden Unternehmen bereits seit sechs Jahren über die Höhe der Abgaben. Im Juli hatte Rambus deshalb Klage gegen Nvidia eingereicht, die neue Aktion soll den Druck noch erhöhen. Ein Einfuhrverbot von Nvidia-Geräten würde nicht nur Apple betreffen. Dutzende Notebook-, Grafikkarten- und Mainboardhersteller wären davon betroffen.

Aktuell streitet sich Rambus noch mit Samsung, Hynix und anderen Herstellern.

Info: Rambus , heise

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