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Locationgate: Apple zahlt erste Entschädigung - Sammelklage folgt

15.07.2011 | 07:23 Uhr |

Die "Locationgate" genannte Affäre um von iPhone und iPad gespeicherte Ortsdaten hat für Apple unangenehme Folgen, nachdem der Konzern einen einzelnen Kläger in Korea entschädigt hat

Äpfel auf Tablett mit Apple-Logo
Vergrößern Äpfel auf Tablett mit Apple-Logo

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, habe Apple dem Anwalt Kim Hyung-suk im Juni den Betrag von einer Million Won (etwa 650 US-Dollar) als Entschädigung dafür bezahlt, dass dessen iPhone ohne seine Einwilligung Ortsdaten aufgezeichnet hatte. Apple hat die Affäre Ende April mit einem technischen Fehler erklärt und ein iOS-Update geliefert, das die Lücken schloss. Die Position des iPhone selbst will Apple gar nicht gespeichert haben, die Ortsdaten stammten aus einer Apple-Datenbank, die die Ortsbestimmung des iPhones erleichtern soll. Nicht mehr benötigte Ortsdaten löscht das iPhone mittlerweile nach Gebrauch auch wieder.

Kim Hyung-suk will sich jedoch weder mit der Erklärung, dem Update noch der Entschädigung zufrieden geben und bereitet eine Sammelklage gegen Apple vor. Die dafür eingerichtete Website Sueapple , auf der sich vermeintliche Opfer der Datenpanne registrieren können, erfreue sich eines starken Verkehrsaufkommens, berichtet Reuters weiter. Aufgebrachte iPhone-Nutzer klagen jedoch nicht nur in Korea wegen "Locationgate" gegen Apple, in den USA sind mindestens zwei Verfahren anhängig.

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