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Apple erlaubt Ausnahmen für Fremdcode in iPhone Apps

14.06.2010 | 06:58 Uhr |

Eine neue Klausel im iPhone-SDK bricht den totalen Bann von Code-Interpretern. Gleichzeitig reserviert Apple sich volle Kontrolle: Jeder Einsatz setzt eine schriftliche Ausnahmegenehmigung voraus.

Äpfel auf Tablett mit Apple-Logo
Vergrößern Äpfel auf Tablett mit Apple-Logo

Ganz ohne Ankündigung hat Apple die Vertragsbedingungen für sein iPhone-Entwicklerkit (SDK) gelockert und wird künftig nach Absprache auch die Interpretation von Fremdcode zulassen, berichtet Macnn . In der letzten SDK-Version in Paragraph 3.3.2 war noch jeglicher Code-Interpreter außer dem eingebauten von Apple strikt verboten. Entwickler werteten diese Beschränkung in erster Linie als ein Verbot von Dienstprogrammen, wie dem Cross-Compiler Flash-To-iPhone von Adobe, mit dem Anwendungen unter Flash entwickelt werden und auf dem iPhone ausgeführt werden könnten.

Trotz der Erweiterung hat Apple volle Kontrolle über jeden Einsatz eines Code-Interpreters: Die Klausel besagt, dass jede Ausnahme von Apple schriftlich genehmigt sein muss. Des Weiteren beschränkt die Klausel den Einsatz von Fremdcode nur für unbedingt notwendige oder geringfügigere Features einer App.

Die Erweiterung öffnet für Adobes Cross-Compiler noch lange nicht Tür und Tor. Laut Bloggern, wie zum Beispiel Matt Drance von Apple Outsider , werden vor allem Spiele-Apps, die Engines und Bibliotheken von interpretierten Programmiersprachen wie Lua einsetzen, von dieser Ausnahme-Regelung profitieren.

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