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Lucent-Forscher entwickeln kleinste Transistoren der Welt

18.10.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Drei Forscher aus den Bell Labs von Lucent Technologies haben eine Methode zur Herstellung winziger Transistoren entwickelt, die rund eine Million mal kleiner sind als ein Sandkorn. Anstelle von Silizium verwendeten die Forscher Hendrik Schon, Zhenan Bao und Hong Meng die organische Substanz Thiols. Diese wurde als Lösung auf Platinen mit bereits vorhandenen Elektroden gegossen. Dort lagerten sich die organische Moleküle selbständig an, was den Wissenschaftler kompliziertes Hantieren bei der "Nanofertigung" ersparte. Die Kanallänge der dabei erzielten Transistoren liegt zwischen ein und zwei Nanometer. Außerdem können sich bei dem Verfahren mehrere Transistoren eine Elektrode teilen. Von einer kommerziellen Verwendung ist die Technik nach Einschätzung von Experten aber noch weit entfernt. Eine detaillierte Beschreibung der Ergebnisse erscheint in der heutigen Ausgabe des US-Wissenschaftsmagazins "Nature".

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