886464

Lustig: Hotmail-Filter frisst Hotmail-Mails

26.07.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Eine interessante Erfahrung machten wir gestern mit dem neuen Junk-Mail-Filter von Microsofts Web-basiertem Messaging-Service Hotmail. Der "Hotmail-Mitgliederservice" informierte uns gestern Nachmittag per elektronischem Briefchen, dass unsere treue Nutzung des Dienstes mit einem Amazon-Geschenkgutschein im Wert von zehn Mark belohnt werde. Um diesen zu aktivieren und die Gutscheinnummer zu erhalten, mussten wir uns auf einer Passport-geschützten Web-Seite anmelden und dort nochmals unsere Hotmail-Adresse eintragen. An diese, versprach uns die Site, werde der Gutschein umgehend verschickt und solle in den nächsten Minuten dort eintreffen.

So weit, so gut. Dann aber warteten wir nicht Minuten, sondern Stunden lang - kein Gutschein in Sicht. Schließlich warfen wir spaßeshalber einen Blick in den Junk-Mail-Ordner. Und siehe da: Dort war sie gelandet, die Mail mit dem erwarteten Code. Die Absender-Adresse lautete "Hotmail-Team" und nicht wie zuvor "Hotmail-Mitgliederservice" und war vom eigenen Filter (in der Einstellung "Hoch") als Spam abklassifiziert worden.

Damit aber nicht genug: Anschließend versuchten wir, das Hotmail-Team über die Funktion "Dies ist keine Junk-Mail" in unser Adressbuch aufzunehmen - damit würden laut Microsoft E-Mails dieses Absenders sogar in der rigidesten Einstellung "Exklusiv" des Werbefilters noch durchgelassen werden. Die Erstellung des Adresseintrags wurde jedoch mit der Begründung verwehrt, der Absender verfüge über keine valide Adresse mit "@"-Zeichen. Hotmail also überlistet von den Tücken der eigenen Technik. Über den auf dem Umweg über den virtuellen Mülleimer erhaltenen Gutschein freuen wir uns trotzdem

0 Kommentare zu diesem Artikel
886464