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Cubic Telekom macht das Roaming günstig

05.10.2007 | 11:46 Uhr |

Bis zu 95 Prozent Einsparungen bei Handy-Telefonaten im Ausland verspricht der neue Roaming-Discounter Cubic Telecom. Statt exotischer Handy-Nummern aus Lettland, Liechtenstein oder der Isle of Man verwendet das irische Startup Nummern aus Großbritannien, Irland oder den USA. Zusätzlich lassen sich bis zu 50 weitere Telefonnummern aus 28 Ländern auf die SIM-Karte schalten, damit man möglichst überall zu lokalen Preisen erreichbar ist.

MAXroam: 50 Rufnummern aus 28 Ländern auf 1 SIM-Karte
Vergrößern MAXroam: 50 Rufnummern aus 28 Ländern auf 1 SIM-Karte

Das irische Mobilfunk-Startup Cubic Telecom hat seine MAXroam-SIM-Karte für weltweites Roaming jetzt offiziell in den Markt eingeführt. Damit sollen Handytelefonate im Ausland bis zu 95 Prozent billiger werden. In der vergangenen Woche hatte es noch Unklarheiten über die Preisgestaltung gegeben. Die Website hatte fälschlicherweise den Eindruck erweckt, dass man aus Deutschland für nur 35 Cent pro Minute in alle Fest- und Mobilfunknetze weltweit telefonieren könnte. Diese Daten wurden inzwischen korrigiert, trotzdem sollen vor der Korrektur und dem offiziellen Marktstart bereits über 1.000 SIM-Karten verkauft worden sein. Das liegt auch daran, dass Cubic Telecom vollmundig versprochen hatte, mit ihrem neuen System alle internationalen Handy-Anrufe zu lokalen Telefonaten zu machen.

Die SIM-Karte von MAXroam kostet 29,99 Euro inklusive eines Gesprächsguthabens von 5 Euro. Beim Kauf kann man sich zwischen einer Rufnummer aus Frankreich, Großbritannien, Irland oder den USA entscheiden. Danach lassen sich bis zu 50 weitere Rufnummern aus 28 Ländern zusätzlich auf die SIM-Karte schalten. Vielreisende Geschäftsleute, die beispielsweise oft nach Osteuropa fahren, könnten sich damit Nummern aus Bulgarien, Rumänien oder der Tschechischen Republik einrichten, damit sie aus diesen Ländern billig erreichbar sind.

Durch diesen Service unterscheidet sich MAXroam von anderen günstigen Roaming-Anbietern, die ihre niedrigen Minutenpreise dadurch erzielen, dass sie SIM-Karten aus Lettland, Liechtenstein oder der Isle of Man verwenden, deren exotische Nummern man nur ungern an Geschäftskontakte herausgibt. Allerdings muss man bei MAXroam immer auch für ankommende Gespräche bezahlen. Damit ist die SIM-Karte im Inland kaum zu empfehlen. Die Preise für abgehende Gespräche sind keineswegs günstiger als bestehende Angebote anderer Roaming-Discounter. Überraschend teuer erscheint das Roaming in den USA mit 1,10 Euro für ankommende Gespräche und 1,18 Euro für Gespräche in die Vereinigten Staaten.

Aber das soll sich bald ändern. "Im nächsten Quartal wird das Roaming in den USA nur noch 15 bis 20 Cent kosten", sagt Pat Phelan, CEO von Cubic Telecom. "Gespräche von MAXroam zu MAXroam werden bald weniger als 20 Cent kosten und können wie normale Telefonate geführt werden". Bisher funktioniert MAXroam nämlich nur als Callback . Richtig günstig werden die Gespräche, wenn Cubic Telecom demnächst auch WLAN-Handys ausliefert. Damit sind ankommende Telefonate auf der MAXroam-Telefonnummer im WLAN kostenlos und abgehende Gespräche verbilligen sich auf bis zu 1 Cent pro Minute. Mit dieser Kombination aus SIM-Karte und WLAN ist Cubic Telecom bisher weltweit einmalig.

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