Von Christian Möller - 10.01.2006, 22:23

MW Expo: Erster Intel-Mac ist ein iMac

Den iMac hatte wohl kaum jemand auf der Liste, als Steve Jobs den ersten Intel-Mac auf der Macworld-Expo in San Francisco vorstellte. Auf den zweiten Blick macht ein Intel-iMac allerdings durchaus Sinn.
Im neuen iMac arbeitet ein Intel Core Duo Prozessor mit bis zu 2 GHz Takt. Dieser Chip kostet im Einkauf etwa soviel wie ein G5-Prozessor von IBM, daher passt er wesentlich besser in das Preisgefüge eines iMac als etwa in einen Mac Mini oder in ein iBook.
Laut Apple soll der Intel-iMac zwei bis dreimal schneller sein, als der bisherige iMac G5. Möglich mache dies der Intel-Prozessor, der mit zwei CPU-Kernen arbeitet und über 2 MB Cache-Speicher verfügt, auf den beide CPU-Kerne gleichzeitig zugreifen können. Apple weist in einem Benchmark-Vergleich auf die deutlich höhere Rechenleistung hin, allerdings erkennt man, dass die Benchmarks entweder synthetischer Natur sind (SPECint, SPECfp) oder sich auf 3D-Rendering (Modo) beziehen. Beide Fälle sind extrem CPU-intensiv. hier lässt sich durch geschickte Programmierung und Optimierung auf die jeweilige CPU am meisten herausholen. Wie sich der Intel-iMac in normalen Praxisanwendungen, wie z.B. beim Surfen in Safari oder beim Arbeiten in Excel oder Word behaupte muss erst die Praxis zeigen.
Alle bisherigen iMac-Hardware-Features sind in der Intel-Maschine vorhanden. Dazu zählt die integrierte iSight-Videokamera, die Infrarot-Fernbedienung, die Serial-ATA-Festplatte mit bis zu 250 GB Kapazität, der 8fach-DVD-Brenner, 10/100/1000BaseT Ethernet und die integrierten Wireless-Technologien Airport Extreme und Bluetooth 2.0. Es fehlt allerdings das eingebaute analoge Modem. Man kann es jedoch als externes USB-Gerät nachrüsten.
Beachtenswert ist der Grafikchip. Apple verbaut nun einen Top-Chip von ATI, den Radeon X1600, der als Nummer zwei nach dem X1800 auf der Top-Liste von ATI steht. Damit wird der iMac zur echten Spiele-Maschine – vorausgesetzt, entsprechende Spiele werden auch als Intel-Version für Mac-OS X portiert. Theoretisch könnte man jedoch auch Windows XP auf diesem iMac installieren und dann die PC-Version der Spiele nutzen. Apple schweigt sich jedoch derzeit noch aus, ob das auch in der Praxis möglich und zulässig ist.
Erstmals unterstützt der iMac nun auch offiziell Dual-Monitoring. man kann also einen zweiten Monitor anschließen und diesen unabhängig vom eingebauten Display betreiben. Das geht sowohl mit analogen als auch mit digitalen Monitoren (bis zum 23-Zoll-Cinema-Display, das 30-Zoll Cinema Display wird nicht unterstützt). Entsprechende Adapter muss man allerdings separat erweben.
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