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MW Expo: Jobs überzeugt Fans und Investoren

11.01.2006 | 10:53 Uhr |

Mit dem iMac hatte Apple-Chef Steve Jobs 1998 die Trendwende bei dem damals angeschlagenen Computerkonzern eingeleitet. Acht Jahre später wird der iMac der erste Computer von Apple, der mit einem Prozessor von Intel läuft.

Im Juni vergangenen Jahres hatte Apple den Wechsel des Prozessorlieferanten angekündigt und Steve Jobs dabei in Aussicht gestellt, dass Intel-Mac im Sommer 2006 erhältlich sein würden. Daher brach im Moscone Center auf der Macworld Expo unter den treuen Apple-Kunden und Partnern Jubel aus, als Jobs vorzeitig den ersten Intel-Mac präsentierte. Und schon einen Monat später folgt das zweite Intel-Modell bei Apple, ein neues High-End- Laptop Mac Book Pro, das die etablierte Powerbook-Reihe ablöst.

In der Zuhörerschaft auf der Macworld Expo war nun nichts mehr von der Skepsis zu spüren, die bei der Ankündigung des Plattformwechsels vor einem halben Jahr noch mit Händen zu greifen war. Schließlich gehörte der Chipgigant in den Augen vieler Apple-Kunden zum „bösen Wintel-Imperium“, das sich aus Windows von Microsoft und den Chips von Intel gebildet hatte. Diese ideologischen Vorbehalte spielen nun bei den meisten Macianern keine Rolle mehr.

Nicht nur die Mac-Gemeinde war begeistert: Auch die Finanzanalysten, die in den vergangenen Jahren die Apple-Aktie nach den Keynote-Auftritten von Steve Jobs auf einer Macworld Expo regelmäßig auf eine Talfahrt schickten, zeigten sich diesmal überzeugt. „Eine Prozessorfamilie zu tauschen ist keine einfache Aufgabe, das ist eine Herkulesaufgabe. Für Apple ist das eine enorme Leistung, diese Aufgabe sechs Monate nach der ersten Ankündigung erledigt zu haben“, sagte Analyst Shwa Wu von American Technology Research in San Francisco. Bis Börsenschluss in New York, zwei Stunden nach Ende der Keynote, stieg der Kurs der Apple-Aktie an der Nasdaq um 6,32 Prozent auf 80,86 US-Dollar. Neben der Ankündigung des Verkaufsstarts der neuen Intel- Macs förderten auch neue Zahlen aus Cuprtino das Vertrauen der Analysten. Gleich zu Beginn hatte Steve Jobs die Finanzwelt mit funkelnden Absatzzahlen aus dem Weihnachtsgeschäft überrascht. 5,7 Milliarden Dollar erzielte Apple in diesem Vierteljahr. Dabei wurden 14 Millionen Stück des iPod abgesetzt, der in vielen Städten ausverkauft war. „Apple hätte heute Hundefutter ankündigen können und die Aktie wäre um fünf Prozent gestiegen“, sagte Charles Wolf, Analyst beim US- Investmentbanker Needham. (dpa/pm)

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