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MW Expo: Nachgehakt – die neuen Intel-Macs

11.01.2006 | 16:09 Uhr |

Gestern war die Überraschung groß, mit Intel-iMacs und einem Nachfolger des Powerbook hatte kaum einer gerechnet. Die wichtigsten Fakten hat Apple bekannt gegeben, doch damit viele Fragen offen gelassen. Wie gehts jetzt weiter? Wie schnell sind die Rechner? Was macht meine Software auf einem Intel-Prozessor?

intel universal mac
Vergrößern intel universal mac

Auch uns erreichen viele Anfragen. Viele Gedanken hat sich Kollege Kurt Sagatz vom Berliner Tagesspiegel gemacht und unser Testchef Chris Möller hat sich hingesetzt, und ausführlich Antwort gegeben. Da das Ergebnis nicht nur die Leser des Tagesspiegels interessieren dürfte, hier das Ergebnis des kollegialen Gedankenaustauschs.

Frage: Was bedeutet der Wechsel von IBM zu Intel für die Mac-Rechner?

Antwort: Ein Mac bleibt ein Mac, das ist schon mal wichtig. Look & Feel des Apple-Betriebssystems Mac-OS X sind davon überhaupt nicht betroffen. Dem Anwender ist es letztlich egal, welcher Prozessor im Computer arbeitet, Hauptsache es funktioniert alles so, wie er es gewohnt ist. Genau das soll laut Apple mit den neuen Intel-Macs so sein. Allerdings müssen die Software-Hersteller ihre Programme an den Intel-Prozessor anpassen. Die meisten derzeitigen Programme laufen jetzt schon auf dem Intel-Mac, aber mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit. Erst wenn die Software in Intel-angepassten Versionen vorliegt, erreichen die Programme ihre volle Arbeitsgeschwindigkeit.

Bei den meisten Programmen von Apple (Safari, Mail, Adressbuch, iTunes, iMovie, iDVD, Garageband, iPhoto, Quicktime etc.) ist das schon jetzt der Fall. Benutzer, die auf diese Programme zurückgreifen, können sofort mit der vollen Geschwindigkeit arbeiten.

Frage: Sind die neuen Rechner wirklich drei- bis fünfmal schneller?

Antwort: Das können wir erst sagen, wenn wir die Rechner getestet haben. Zudem hängt das von der Art der benutzten Programme ab. Stark rechenintensive Anwendungen wie beispielsweise 3D-Rendering, Bildbearbeitung oder Videoschnitt profitieren stärker von den zwei CPU-Kernen der neuen Intel-Macs. Andere Programme wie Textverarbeitung, Tabellenklakulation oder Email weniger. Allerdings gilt das immer unter der Voraussetzung, dass die Programme schon in einer Intel-angepassten Version vorliegen, andernfalls sind sie sicherlich nicht schneller, sondern langsamer.

Frage: Was ist an Software bereits für Intel-Macs vorhanden?

Antwort: Theoretisch läuft alles, was jetzt schon unter Mac-OS X 10.4 läuft, auch auf dem neuen Intel-Mac. Programme, die nicht auf den Intel-Prozessor angepasst sind, laufen in einer so genannten „Emulation“. Dabei gaukelt der Intel-Prozessor den Programmen vor, er wäre ein G4- oder G5-Chip. Das kostet allerdings Rechenzeit, weswegen die Programme langsamer laufen.

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