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MWSF: iWork 05

11.01.2005 | 22:09 Uhr |

Mehr als ein Update für Apple Works ist das neue Programm iWorks. Die Wurzeln sind aber unübersehbar.

Da Jobs schon iLife bei der ersten Vorstellung als "Office for the rest of your life" verkauft hat, musste er sich für den Nachfolger des arg angegrauten Apple Works einen neuen Slogan ausdenken. Und so setzt er nun auf Kreative mit Stil, "create, present and publish your work with style" heißt das Motto für iWork ´05.

Dass mit Apple Works kein Blumentopf mehr zu gewinnen war, pfiffen die Spatzen schon vor der Expo von den Dächern und selbst die treuesten Apple-Works-Anwender der Redaktion drohten mit Rückzug, wenn Jobs nicht diesmal eine neue Version präsentieren würde. Hat er getan, das neue Programm besteht aus der Präsentationssoftware Keynote, in einer neuen Version 2, einem integrierten iLife-Media-Browser und einem neuen Texteditor plus Layoutfunktionen mit dem Namen Pages.

Immerhin war iWork das einzige Produkt, dessen Präsentation Jobs einem anderen überließ, Phil Schiller durfte das neue Programm präsentieren - immerhin hatte Jobs die Präsentation zu seiner Messeeröffnung in Keynote 2 gestaltet.

Ohne Ballast zum Universalwerkzeug

Auch wenn unser Test der im Mai 2000 erschienen letzten Überarbeitung von Apple Works zu Version 6 mit dem Satz begann: "Eigentlich sollte man Apple Works 6 nun iWorks nennen," hat Apple die damals begonnene Kurskorrektur erst jetzt konsequent weiter geführt. Aus dem einstigen Integrierten Paket mit Modulen für Textverarbeitung, Datenbank, Tabellenkalkulation, Malen, Zeichnen und Kommunikation ist nun ein modernes Programm für die gekonnte Selbstdarstellung geworden. Reduziert auf die Funktionen Präsentation, Textbearbeitung und Gestaltung hat iWorks Ballast abgeworfen und dabei offenbar eine der größten Einschränkungen der letzten Apple-Works-Version überwunden: die mangelnde Kompatibilität vor allem zu Microsoft Office.
iWorks arbeitet Apple zufolge nicht nur nahtlos mit den bisherigen iApps zusammen und ermöglicht so die Integration von Bildern und Präsentationen, sondern gerade auch der Austausch mit den quasi-Standards Word und Powerpoint soll diesmal klappen - auch in Keynote. Dass iWorks darüber hinaus Layouts und Präsentationen als PDF sichert, letztere außerdem in den Formaten Flash und Quicktime soll das Programm als leicht einsetzbares und sehr konvertibles Tool unverzichtbar machen. Dazu zählt auch, dass Pages, der um Gestaltungsfunktionen erweiterte Texteditor, neben JPEG, TIFF auch das Photoshop-eigene PSD-Format unterstützt. Den problemlosen Import alter Apple-Works-Dokumente verspricht Apple sowieso.

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