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MWSF | iWork '05

12.01.2005 | 12:50 Uhr |

Gestalten und Präsentieren sind die Aufgaben von iWork '05, Apples neuem Programmpaket, das die Textverarbeitung Pages und das Präsentationsprogramm Keynote umfasst.

Paket: iWork umfasst die Programme Pages für Seitengestaltung und Textverarbeitung und Keynote 2 zum Präsentieren.
Vergrößern Paket: iWork umfasst die Programme Pages für Seitengestaltung und Textverarbeitung und Keynote 2 zum Präsentieren.
© 2015

Appleworks ist tot, es lebe iWork. Nein, ganz so schnell tritt der Tod nicht ein, denn auch der neue Mac Mini wird laut Datenblatt weiterhin mit Appleworks ausgeliefert, während man iWork separat erstehen muss. Vorläufig legt Apple das neue Programm noch keinem Rechner bei.
Ob das daran liegen mag, dass iWork kein klassisches Office-Programm mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenverwaltung und Präsentation ist, sei dahingestellt.

Denn das neue Programmpaket konzentriert sich auf zwei Bereiche: Präsentation und Gestaltung von Seiten. Die Präsentationsarbeit übernimmt dabei Keynote in der neuen Version 2, während für die Seitengestaltung das neu entwickelte Programm Pages zuständig ist.
Pages wurde von demselben Team bei Apple entwickelt, das auch für Keynote zuständig ist. Aber nicht nur deshalb haben beide Programme viele Elemente gemeinsam, so dass der Wechsel zwischen ihnen vereinfacht wird. So verwenden beide Anwendungen eine weitgehend identische Palette (Inspector), um Text, Tabellen und Charts zu formatieren, und greifen über die Media-Palette auf die Inhalte von iPhoto, iMovie und iTunes zu.

Textverarbeitung mit Stil

Als "Word processing with a sense of style" bezeichnete Steve Jobs das neue Programm Pages auf der Eröffnungsveranstaltung der Macworld in San Francisco. Das Stilvolle an dem Programm sind die 40 Vorlagen, die dem Anwender zur Verfügung stehen und unter anderem Briefe, Rechnungen, Einladungen, Lebensläufe, Flyer, Kataloge sowie verschiedene Muster für mehrseitige Nachrichtenblätter umfassen. Die in den Vorlagen enthaltenen Texte, Bilder, Grafiken, Tabellen und Charts lassen sich per Drag-and-drop durch eigene Inhalte ersetzen und behalten dabei die ursprüngliche Formatierung bei. Die einzelnen Seitenelemente lassen sich aber auch jederzeit anders positionieren, skalieren oder formatieren. Puristen können natürlich auch mit der gewohnten weißen Seite beginnen.

Die Textverarbeitungsfunktionen von Pages lassen auf den ersten Blick wenig zu wünschen übrig. Es gibt neben der manuellen Formatierung über die Inspector-Palette Stilvorlagen für Absätze und Text, eine Funktion zum Suchen und Ersetzen, die auch Stile findet und ersetzt, sowie Rechtschreibkontrolle und Silbentrennung. Ein Dokument lässt sich in Abschnitte unterteilen, in Spalten setzen und als doppelseitiges Layout mit gegenüberliegenden Seiten anlegen. Der Text kann um Bilder und Grafiken herumfließen, Bilder können in den Text als mitfließende Objekte eingebunden werden, und man kann Bildausschnitte mit Hilfe einer Maskenfunktion definieren. Pages verfügt außerdem über Fußnoten, Kopf- und Fußzeilen und eine Funktion zum Erstellen von Inhaltsverzeichnissen anhand der Stilvorlagen. Die Formatierung und Gestaltung von Tabellen und Charts erledigt man ebenfalls über die Inspector-Palette des Programms. Beim Positionieren der Elemente auf der Seite helfen Lineale und automatisch eingeblendete Hilfslinien (Alignment Guides).

Dank Quicktime versteht sich Pages auf viele Formate zum Importieren von Seitenelementen, darunter Photoshop-Dateien, PDF, JPEG, GIF und TIFF und bei Texten Word, Appleworks und RTF. Außerdem lassen sich Word- und Appleworks-Dokumente direkt öffnen und in Pages weiter bearbeiten. Für den Export bietet Pages die Formate PDF, Word, HTML, RTF und Text an.

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