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Mac-Beta von Mailbox erschienen

20.08.2014 | 10:05 Uhr |

Mailbox bringt nun auch eine Mac-Variante seines eleganten Mail-Clients heraus. Die Sache hat jedoch einen Haken namens Dropbox.

Im vergangenen Jahr hatte der Mail-Client Mailbox Aufsehen erregt : Auf iPhone und iPad versprach die Software schnelle Verarbeitung von Mails und Features, die bis dato kein Client kannte, etwa die Wiedervorlage von Mails oder schnelle Archivierung über eine Wischbewegung. Negativ fiel die kurz nach ihrer Veröffentlichung von Dropbox übernommene Software aber auch mit einer Sicherheitslücke auf , Mails lagen unverschlüsselt auf dem iOS-Gerät und konnten von Unbefugten ausgelesen werden.

Im April dieses Jahres kündigten die Macher von Mailbox schließlich eine Mac-Version an, die am 20. August tatsächlich erschienen ist: Wer sich für den Test registriert hatte oder Mailbox unter iOS nützt, bekam in der Nacht eine Mail mit Download-Links und einer "Beta-Coin", mit der man den Installer freischalten kann. Drei weitere Beta-Coins kommen zum Weitergeben an Freunde per Mail, sobald man sich eingeloggt hat. Haken an der Sache: Der Login in Mailbox klappt nur, wenn man über einen Dropbox-Account verfügt.

Mailbox versteht sich nun neben Gmail auch auf iCloud und bietet sich von daher als Alternative zu Apple Mail an, auf Exchange-Server kann die Software jedoch nicht zugreifen. Die Oberfläche ist in dezentem Weiß gehalten, wie man sie vom iPhone her kennt. Ebenso sind die Funktionen eingebaut, welche Mailbox Alleinstellungsmerkmale verliehen: Per Wischgeste auf der Magic Mouse oder dem Magictrackpad kann man Mails auf Wiedervorlage setzen oder in Listen einsortieren. Das funktioniert auch mit Klicken und Ziehen, ein Touchfähiges Eingabegerät ist keine Grundvoraussetzung. Schönes Feature: Verfasst man eine neue Mail, hebt die Software dieses Fenster hervor und verdunkelt alle anderen Bildschirminhalte - bessere Konzentration für den Text sollte die Folge sein.

Insbesondere will Mailbox aber mit einer höheren Geschwindigkeit im Vergleich zu anderen Mail-Clients punkten. Dies erreicht die Software, indem sie die Mails eben nicht komplett von den Servern Apples und Googles lädt, sondern zunächst nur Ausschnitte. Erst nach und nach lädt Mailbox weitere Inhalte nach, wenn man sich um seine elektronische Post kümmert. Mailbox ist kostenlos, die Entwickler betonen, dass sie versuchen, die App weiterhin gratis anzubieten. Geld verdient der Hersteller Dropbox mit seinem Webspeicher, der jenseits der 2 GB Kapazität kostenpflichtig ist.

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