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Mac-Markt 2004

05.01.2004 | 14:47 Uhr |

Während der Weihnachtspause hat Macwelt.de auf "Das Jahr de Notebooks" zurückgeblickt. In Ausgabe 2/2004 wagen wir den Ausblick auf die kommenden 12 Monate.

Neue Macs

Steve Jobs deklarierte 2003 zum Jahr des Notebooks. Spätestens jetzt ist das "Jahr des G5" fällig. IBMs aktueller Power-PC-Prozessor für die Apple-Produkte sollte bis Ende 2004 den Weg in alle wichtigen Macs gefunden haben, allen voran iMac und Powerbook. Bei den Power Macs G5 sollte sich die Variante mit 1,6 GHz schon einmal auf einen Abschied einstellen, bis zum hoffentlich schönen Sommer muss Apple schließlich die 3-GHz-Modelle aus dem Ärmel ziehen. Ein kraftvoller Einstieg in die 64-Bit-Klasse beginnt dann jenseits der 2 GHz. Sollte IBM den langsamsten Power-PC 970 zu diesem Zeitpunkt immer noch in Massen vorrätig haben, könnte dieser ein Revival im G5-iMac feiern. Powerbooks auf Basis eines mobilen G5 bleiben auch 2004 noch ein frommer Wunsch, allerdings sollte es für eine Technik-Demo auf der kommenden Worldwide Developer Conference reichen. In der Server-Ecke muss Apple seine Hausaufgaben dringend erledigen, hier sind schon im Januar neue Modelle zu erwarten. Einen Lösungsansatz zeigt IBM, mehr dazu unter "Prozessoren".

Prozessoren

Motorola hat massive Probleme mit den eigenen Chip-Sparten, und anscheinend bekommen selbst erfahrene Manager die Situation nicht in den Griff. Apple bestraft seinen langjährigen CPU-Lieferanten mit einem deutlichen Schritt in Richtung IBM. Denn dieser Hersteller bietet nicht nur intelligentes Chipdesign, sondern auch noch die entsprechenden Produktionskapazitäten. Neben der Desktop-Variante ist 2004 auch ein Power-PC 970 für den mobilen Einsatz dringend notwendig, ebenso eine leistungsfähige Alternative für die Xserves. Hier bietet sich eine modifizierte Version des Power4+ an, dazu müsste Big Blue allerdings erst einmal eine Altivec-kompatible Vektoreinheit auf dem Prozessor unterbringen. Möglich ist aber auch der Einbau des G5-Prozessors. Moderne Fertigungsverfahren eröffnen den IBM-Technikern eine Vielzahl von Möglichkeiten, hoffentlich nehmen sie diese Chancen auch wahr. In Sachen Taktfrequenz steht der G5 Anfang des nächsten Jahres maximal bei 3,2 GHz, zu diesem Zeitpunkt liegt zumindest Intel mit einer neueren Pentium-4-Klasse bereits bei 4,5 GHz. 64 Bit auf dem Schreibtisch bleiben aber die Domäne von IBM und AMD (Opteron, Athlon 64), Intel schraubt dafür mit verschiedenen Methoden an der Leistungsschraube (Hyper Threading, bessere Sprungvorhersage).

Betriebssystem

Unser Tipp für 2004: Mehr Software für Rendezvous, damit der Datentausch besser klappt. Eventuell sehen wir außerdem Updates bei einigen Apple-Programmen. iPhoto könnte einen Geschwindigkeitszuwachs gut gebrauchen. Auf dem Videomarkt hoffen wir auf einen besseren "virtuellen" Videorekorder, der das aktuelle Fernsehprogramm aufnehmen kann. Hält Apple den angekündigten Updatezyklus von einem Jahr ein, steht Ende des Jahres Mac-OS X 10.4 ins Haus. Was sich in diesem großen Sprung ändert, ist momentan nicht abzusehen - wahrscheinlich sind zusätzliche Finder-Funktionen, ein flexibleres Fenster-/Desktopmanagement über Exposé sowie eine exzessive Auslagerung von optischen Spielereien auf die Grafikkarte. Zudem sollten sich Besitzer älterer Macs schon einmal damit abfinden, dass die fünfte Inkarnation von Mac-OS X auf immer weniger klassischen Rechnern läuft.

Alles über die Trends 2004 lesen Sie in Macwelt 2/2004, die ab Mittwoch an allen Kiosken liegt.

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