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Mac Mini Test Weblink

29.01.2005 | 15:51 Uhr |

Laut Aussage Apples gegenüber unserem Schwestermagazin Macworld USA darf der Anwender selbst den Speicher aufrüsten "solange er nichts dabei kaputtmacht". Wir zeigen ihnen, wie es geht

Finden Sie den RAM-Upgrade-Artikel :hier . Der Artikel ist momentan noch im Premium-Bereich und wird ab Mittwoch den 2.2.2005, offizieller Erstverkaufstag der Ausgabe 3/05 in den freien Bereich gestellt.

Neue Information zum Mac mini

Im Artikel vermuteten wir, dass der Speicher der Radeon 9200 mit 300 MHz getaktet ist, da die Typenbezeichnung von Hynix(HY5DU283222AF-33) einen 300 MHz Speicherchip ausweist. Wie wir inzwischen herausfinden konnten läuft der Speicher des Mac mini leider nur mit 190 MHz während die GPU mit den für die Radeon 9200 üblichen 250 MHz taktet. Dies gibt der Radeon 9200 im Mac mini eine Speicherbandbreite von 3 Gbyte/s was bedeutet, dass die Anbindung und Größe des VRAMs lange vor dem Grafikchip selbst der erste Hemmschuh zu besserer Spieleperformance ist. Eine normale Radeon 9200 bietet mit einem 128-Bit-Bus und 200 MHz Speichertakt eine Bandbreite von 6,4 Gbyte/s.

Dies konnten wir bei einem Experiment nachweisen, in dem wir den Speicher des Mac mini deutlich und die GPU leicht mithilfe des ATI-Übertaktungsprogramms ATIccelerator II übertakteten. Zuerst gingen wir mit dem Speichertakt hoch, danach mit dem GPU-Takt. Halos Timedemo eignet sich mit seinen Vertex-Shadern ideal zum Testen des Limits, denn hier zeigen sich als erstes Artefakte bei zu starkem Übertakten.

Bei 230 MHz VRAM-Takt und 255 MHz GPU-Takt zeigten sich in Halo nur ganz selten die bei zu starker Übertaktung auftretenden weissen Block-Artefakte, in anderen Tests war gar nichts zu sehen. Obwohl die Speicherchips vielleicht laut Typenbezeichnung 300 MHz vertragen würden sollte man diesen Takt auf keinen Fall einstellen, denn auch die Leiterbahnen müssen für einen solchen Takt ausgelegt sein.

Bei Halo in 800x600 erreichten wir nun statt 26,1 FPS mit Vertex-Shadern und keinem Antialiasing 29,4 fps: 12,6 Prozent mehr. Unreal Tournament 2003 Botmatch blieb gleich aber der stark GPU-dominierte Flyby-Test legte deutlich von 49,7 auf 56,7 FPS (14 Prozent mehr)zu. In Cinebench war fast kein Unterschied messbar, 489 statt vorher 478 CB-GFX entsprechen lediglich einem Zugewinn von 2,3 Prozent.

Schnellerer Grafikspeicher hilft dem Mac mini vor allem in hoeheren Aufloesungen
Vergrößern Schnellerer Grafikspeicher hilft dem Mac mini vor allem in hoeheren Aufloesungen
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Am schönsten sahen wir den Effekt von schnellerem Speicher allerdings bei Quake 3 in unserem Auflösungs-Test: Bei 640x480 waren es nur 4 Prozent mehr, bei 800x600 schon 12,5 Prozent, bei 1024x768 gar 22 Prozent und letztendlich bei 1600x1200 ganze 27 Prozent mehr FPS, das heisst über ein Viertel mehr Leistung. Einmal mehr zeigt sich, dass schnellerer Speicher primär in höheren Auflösungen etwas bringt.

Achtung: Dieses Experiment diente nur der Mac mini Analyse und sollte nicht nachgeahmt werden. Da der Mac mini hochintegriert ist und nur einen Lüfter für Gehäuse und CPU besitzt (die Grafikkarte wird passiv über den Metallboden des Mac mini gekühlt, die VRAM-Chips überhaupt nicht) könnte durch zusätzliche Hitze beim Übertakten permanenter Schaden am Gerät entstehen, der nicht durch die Garantie abgedeckt ist. Sowohl Macwelt als auch der Autor von ATIccelerator übernehmen keinerlei Verantwortung.

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