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Mac Mini Upgrade

01.05.2005 | 12:58 Uhr |

Flotter Mac mit hoher Plattenkapazität

Zwei Dinge ändert Synom am Mac Mini: Der interne RAM-Speicher verfügt nun über ein Gigabyte Kapazität, das ist das Vierfache der Standardkonfiguration aus dem Hause Apple. Allerdings, das bekommt man im Apple Store auch per Mausklick geboten. Was man nicht im Apple Store bekommt ist die 100 GB fassende interne Festplatte. Apple bietet hier maximal 80 GB an. Die größere Platte dreht zudem mit 5400 Umdrehungen pro Minute, was deutlich schneller ist, als die mit 4200 Umdrehungen rotierenden Originalmodelle.

Wie sich die Modifikationen in der Praxis auswirken, testen wir in unserem Standard-Benchmark. Bei den rechenintensiven Anwendungen messen wir kaum Unterschiede. Kein Wunder, denn den CPU-Takt lässt Synom unverändert. Da unsere Standard-Benchmark-Konfiguration bereits von 512 MB RAM ausgeht, ist der Unterschied, den der 1 GB fassende Speicher bringt, ebenfalls nicht nennenswert. Die schnelle Platte jedoch macht sich vor allem bei Festplatten intensiven Anwendungen bemerkbar. Besonders beim Kopieren von großen Dateien punktet das flotte Laufwerk. Allerdings zeigt die in unserem Testmodell verbaute Seagate-Platte auch Schwächen. Beim Duplizieren vieler kleiner Dateien benötigt sie deutlich mehr Zeit als das Original-Modell. Schuld ist hier offensichtlich das Cache-Management der Platte, das nicht auf extrem viele, quasi gleichzeitig aufkommende Schreib- und Lese-Zyklen ausgelegt ist.

Die höhere Rotationsgeschwindigkeit der Platte erzeugt mehr Abwärme, doch damit kommt der Mac Mini im Test gut klar. Die Temperatur geregelte Lüftersteuerung sorgt für eine einwandfreie Kühlung der Innereien. Zudem ist die zusätzliche Abwärme der Platte nicht so groß, als dass der Lüfter ständig höher drehen müsste. Im Vergleich zum Original von Apple läuft er kaum öfter an. In unserer Schallmesskammer messen wir zudem nur ein marginal höheres Laufgeräusch der Platte.

Das Mac Mini Gehäuse zu öffnen erfordert Fingerspitzengefühl und das richtige Werkzeug. Grobiane hinterlassen schnell mal Kratzer oder kleine Beulen im empfindlichen Aluminiumgehäuse. Wir überprüfen das Gehäuse des Ultrafast Mac Mini auf Spuren des Umbaus, können jedoch nichts ausmachen. Die Techniker von Synom arbeiten sauber und mit der nötigen Vorsicht

Spitzer Bleistift

Zusätzlich zu der verbesserten Leistung verspricht Synom auch einen Preisvorteil gegenüber den von Apple angebotenen Mac Minis. Wir spitzen unseren Bleistift und rechnen nach. Die Vollausstattung mit 1 GB RAM, Superdrive, Bluetooth und Airport an Board kostet im Apple Store 1119 Euro. Der Ultrafast Mac Mini mit der gleichen Ausstattung plus 20 GB mehr Festplattenspeicher schlägt mit 1200 Euro zu buche. Synom lässt sich den Plattentausch also mit gut 80 Euro bezahlen. Wer sich scheut dem Zwerg selbst mit Spachtel und Schraubendreher zu Leibe zu rücken, für den ist das gut investiertes Geld. Aufgrund der Lieferzeiten von drei bis vier Wochen bietet Synom aktuellen Vorbestellern noch einen Preisnachlass von 25 Euro an.

Fazit

Ultrafast ist eine etwas übertriebene Bezeichnung für den aufgebohrten Mac Mini von Synom, doch besonders für Anwender mit zwei linken Händen, die sich nicht trauen dem kleinen Mac-Gefährten selbst in die Innereien zu schauen, lohnt sich das Upgrade. cm

Note: 2,0 gut.

Vorzüge: mehr Plattenkapazität, hohe Datentransferraten bei großen Dateien, sauberer Umbau, kaum lauter als das Original

Nachteile: Festplatte bei vielen kleinen Dateien langsamer

Alternative: Mac Mini aus dem Apple Store

Preis: € (D) 1199, € (A) 1241

Technische Angaben

Systemumfang: Grundausstattung wie originaler Mac Mini, 100 GB Festplatte (Seagate 5400 U/Min), 1 GB RAM

Info: Synom

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