879170

Mac-OS-Rechner billig wie nie

15.09.1997 | 00:00 Uhr |

Nachdem die Firmen Power Computing und Motorola Ende 1997 aus dem Mac-Markt aussteigen werden (Macwelt Online berichtete), ist zu erwarten, daß in den kommenden Monaten bis Jahresende Mac-OS-Rechner erheblich preiswerter werden. Grund: Power Computing und Motorola möchten vor ihrem Ausstieg natürlich noch so viele Rechner wie möglich verkaufen und die Lager räumen.

Power Computing hat bereits angekündigt, die Preise für seine Modelle zu senken. Das gleiche wird wohl auch Motorola tun. Dies wird zur Folge haben, daß auch diejenigen Anbieter, die im Mac-Markt verbleiben, ihre Preise reduzieren müssen. Tun sie es nicht, werden sie weniger Rechner verkaufen. Denn es ist damit zu rechnen, daß viele Anwender aufgrund der günstigeren Preise sich für Motorola- und Power-Computing-Rechner entscheiden werden - ungeachtet der Tatsache, daß beide Unternehmen Anfang 1998 keine Mac-OS-Rechner mehr anbieten werden. Denn sowohl Power Computing als auch Motorola haben angekündigt, daß Garantie und Support auch nach ihrem Ausstieg aus dem Mac-Markt gewährleistet sind. Bei Power Computing beträgt die Laufzeit der Garantie ein Jahr, bei Motorola sogar fünf Jahre.

Der zu erwartende Preiskrieg wird natürlich auch an Apple nicht spurlos vorübergehen. Dabei steckt der Mac-Hersteller in einem Dilemma. Entweder senkt er ebenfalls die Preise. Oder er behält seine Preise bei - dann wird das Unternehmen jedoch weniger Rechner verkaufen. In beiden Fällen aber leidet der Umsatz. Vor dem Ergebnis des vierten Quartals 1997 (Oktober bis Dezember), das aufgrund des Weihnachtsgeschäftes das wichtigste Quartal für Computerhersteller ist, wird also wohl wieder ein dickes Minus stehen.

Anwendern kann dies egal sein - sie werden in den kommenden Monaten Mac-OS-basierte Rechner so günstig wie nie kaufen können. ab

0 Kommentare zu diesem Artikel
879170