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Mac-OS X 10.1 im September

18.07.2001 | 00:00 Uhr |

Vor allen Dingen soll die nächste Version von Apples neuem Betriebssystem schneller werden. Zudem haben die Entwickler die "Power to burn" implementiert.

Mac-OS X muss schneller werden. Diese Forderung haben sich die Apple-Entwickler zu Herzen genommen, so dass Steve Jobs während seiner Macworld-Eröffnungsrede eine neue Version vorstellen konnte, die vor allem in Sachen Geschwindigkeit glänzen soll. Mac-OS X 10.1, so die offizielle Versionsnummer, soll im September verfügbar sein und bietet wichtige neue Funktionen.

Im Finder-Bereich haben die Anwender die Möglichkeit, das Dock links, rechts oder wie bisher am unteren Bildschirmrand anzuordnen. Macs mit CD-Brenner lassen sich nun auch unter dem neuen System zum Brennen von CDs einsetzen - und zwar direkt via Finder. Die Kritik, ein System ohne DVD-Unterstützung zu haben, muss sich Apple nicht mehr gefallen lassen. Mac-OS X 10.1 bietet DVD Playback und in Verbindung mit iDVD II kann man auch DVDs selber erstellen.

Neue Menüs sollen Mac-OS X übersichtlicher machen. In den Dock-Menüs sollen etwa Programme Funktionen anbieten, die den Zugriff und die Steuerung für den Benutzer vereinfachen soll. Neue Menüs in der Menüleiste am oberen Bildschirmrand erlauben einen Zugriff auf Batterien, Airport, Bildschirm und Ton.

Vor allem Mac-Anwender in heterogenen Netzwerken mit Windows-Rechnern dürften die Unterstützung des SMB-Protokolls schätzen. Damit ist eine bessere Integration von Mac- und Windows-Plattformen beim Netzwerkzugriff möglich. Das Appletalk-Filing-Protokoll erlaubt den Zugriff auf AppleshareIP und Mac-OS X Server.

Bei der Demonstration der Systemgeschwindigkeit stellte Jobs beindruckend zur Schau, wie schnell etwa Mac-OS X 10.1 Programme öffnen und ausführen kann. Programmstarts, die bisher mehrere Sekunden gedauert haben, erfolgen in der neuen Systemversion in wenigen Augenblicken. Selbst beim Starten von fünf Programmen, mußten die Macworld-Zuschauer nicht mehr als 3 Sekunden warten.

Darüber hinaus behebt Mac-OS X 10.1 nicht nur viele Fehler, sondern legt auch im Treiber-Bereich ordentlich zu. Drucker (Postscript und USB) und Digitalkameras haben besonders viel Aufmerksamkeit von Seiten der Apple-Entwickler erfahren. In beiden Bereichen sollen sich fortan weitaus mehr Produkte einfacher unter Mac-OS X betreiben lassen.

Die neue Mac-OS-X-Version kommt im September in den Handel. Das CD-Update soll rund 20 US-Dollar (49 Mark) und die Vollversion wie bisher 129 US-Dollar (320 Mark) kosten. mst

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