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Mac-OS X 10.2.3: Ja, is' denn heut' scho' Weihnachten?

20.12.2002 | 13:39 Uhr |

Vier Tage vor dem Fest beschert Apple Mac-OS-X-Anwendern ein weiteres Update. Neben jeder Menge Fehlerbereinigungen stehen ein paar kleinere Neuerungen auf dem Programm.

Mac-OS X 10.2.3 ist da. Apple verpasst seinem Unix-Betriebssystem ein weiteres Update. In der Knowledge-Base von Apple steht sowohl ein Update für Mac-OS X 10.2.2 (50,1 MB) und Mac-OS X 10.2.2 Server (59,4 MB) als auch je ein Combo-Update für Mac-OS X 10.2 (59,7 MB) und Mac-OS X 10.2 Server (79,7 MB). Wer das Update über die Systemeinstellung "Software-Aktualisierung" aufspielen möchte, muss allerdings zuvor das Carbon Sound Manager Update installieren. Die kurze Installationsbeschreibung verspricht einige Verbesserungen: Applescript, die Classic Umgebung, Disk Copy, das Festplatten-Dienstprogramm, Digitale Bilder, Mail, OpenGL, Print Center und Rendezvous. Außerdem enthält das Update aktualisierte Sicherheitsfunktionen und die fast monatlich erscheinenden Security Updates.

Etwas mehr Auskunft gibt ein gesondertes Knowledge-Base-Dokument, das eine lange Liste an Bugfixes und Fehlerbereingungen bereit hält . Das Update unterstützt etwa einige Lacie-Brenner zusätzlich, verbessert die Kompatibilität zu USB-Modems oder behebt einige weitere Probleme bei der Audio-Wiedergabe. Außerdem soll auch die HP Communications Application verbessert worden sein, was zu Problemen beim Ausdruck mit einigen HP-Modellen führte ( Macwelt.de berichtete ). Derzeit evaluiere man bei Hewlett Packard allerdings noch das Update.

Sichtbare Neuerungen


Wer neue Funktionen oder endlich eine Lokalisierung der Webservices von Sherlock 3 erwartet hat, wird enttäuscht. Auch bleiben die Probleme bei der Darstellung der Uhrzeit in Mail oder das extrem langsame Rendern von HTML-Nachrichten bestehen. Genauso vergisst Mail nach wie vor URLs in HTML-Nachrichten. Dafür werden normale Textnachrichten etwas schneller dargestellt, so dass man nun wieder zügig durch das Mail-Archiv blättern kann.
Auch an der Oberfläche einiger Applikationen hat Apple Hand angelegt. Wer etwa iChat, iSync oder iCal startet, bemerkt die etwas tiefer wirkenden Fensterknöpfe. Allerdings greifen nicht alle Applikationen gleichermaßen auf die veränderten Knöpfe zu, wie etwa iTunes oder iPhoto. Ein erster Blick in die Discussionboards des Apple Supports und auch bei Versiontracker oder anderen einschlägigen Brettern im Internet, zeigen bisher recht positive Anwenderstimmen. Wer allerdings Probleme bei der Installation des Updates über die Software-Aktualisierung hat, sollte besser den Stand-Alone-Updater auf die Festplatte laden und ihn dort starten. Das funktioniert übrigens auch über das Menü "Aktualisieren" in der Software-Aktualisierung selbst herunterladen.

Fazit


Mit seinem jüngsten Update behebt Apple jede Menge Fehler. Deutsche Anwender bleiben bei der Lokalisierung der Webservices, wie etwa eBay-Auktionen oder Flüge, immer noch außen vor. Größere Schwierigkeiten bei der Installation zeichnen sich bisher allerdings nicht ab.
Christian Rüb

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